Die erste Radtour durch den Schwarzwald – the frist bicycle tour through the Black Forest

Black Forest, Sports

1

Ein paar Landschaftsbilder sind auf dem Blog längst überfällig, wenn ich mir meine letzten Artikel ansehe. Irgendwie hab ich es im Frühling ganz verpasst, die Blumenwiesen zu fotografieren, da die Sonne oft gefehlt hat und diese dann schnell abgemäht waren. Nächstes Jahr lichte ich dann die Löwenzahnwiesen ab … Jedenfalls habe ich den Sommertag gestern für eine erste Radtour genutzt. Die Flösser-Brauer-Tour, bzw. meine Variante davon: es über den ersten Teil des Kinzigtal-Radwegs über Alpirsbach nach Schenkenzell. Neben viel Grün und netten Städtchen zu sehen gab es Vögelgezwitscher und ab und zu das vertraute Geräusch einer Motorsäge neben dem Rauschen des Flusses zu hören ….

Nur das Timing meiner Tour war etwas blöd, weil ich genau während der Mittagssonne des heißen Tages den großen Anstieg aus dem Tal heraus zu bewältigen hatte. Aber einmal auf dem Schwarzwaldradweg, konnte ich mich auf den relativ ebenen, schattigen, ruhigen Wegen nach Hause erholen.

Looking at my last blog articles, some landscape pictures are due now. I totally missed capturing the meadows this spring. Firstly, because the sun has often been missing and secondly, because they have been mowed soon. I will take pictures of the hawkbit meadows here next year … Well, but I took advantage of yesterday, a beautiful summer day, to go for a first bicycle tour. I did the Flösser-Brauer-Tour, or my version of it: I drove down the Kinzigtal bicycle path via Alpirsbach to Schenkenzell. Apart from much green and nice towns to see, I heard a lot of birds, and from time to time the familiar sound of a motor saw besides the humming of the river … 

Only the timing has been a little bit bad, as I had to do the steep incline out of the valley after turning exactly in the midday sun. But I could recover on the comparably flat and shadowy, calm Schwarzwaldradweg on the way home.

2

das Kinzigtal

 

2.5

Jakobsweg

 

 

Und dabin ich nach Loßburg gelandet 🙂

And look where I ended up after Loßburg 🙂

 

 

 

Blühende Sommerwiesen sind das dominante Landschaftsbild. Natürlich immer von Wäldern umgeben.

Blossoming summer meadows are the dominant scenery. Surrounded by the woods, of course.

Radtour 2016_4

Impressionen von Wald und Wiesen

3

Lupinen am Wegrand auf dem Heimweg

Auch wenn der Sommer dieses Jahr kurz sein sollte, ich hab ihn genutzt. Und nun bin ich bereit für die Handwerker, die ab heute da sein werden, sodass ich nicht mehr so einfach eine Radtour einschieben kann.

Even if summerdays will not be abundant here this year, I have profited from summer 2016. Now I am ready for the workds to come to my place from now on (so that I will not be able to go for a bicycle tour during the next weeks).

Die Fassade oder “das Schmuckstück” – the facade or “the jewel”

Renovation

Es ist soweit! Das Großprojekt “neuer Anstrich für die Fassade” ist abgeschlossen und ich kann nun auch die Bilder präsentieren. Die Farbkombination konnte man durch vorhergehende Beiträge ja schon erahnen, nun aber das Haus als Ganzes:

It’s finished! The huge project “new coat of paint on the outside walls” is done and I can present the pictures. One could already guess the colour combination from previous posts, but here is the house as a whole:

8

Das Meiste haben ja die Maler im letzten Monat gemacht, aber es war wunderschön, den Prozess mitanzusehen, wie das Haus immer schöner wurde (dass alle Fenster und Rahmen durch das Schleifen komplett eingestaubt wurden und dann für eine Weile zugehängt waren, habe ich auch überlebt). Als das Gerüst auf den ersten beiden Seiten wieder abgebaut wurde (die beiden Seiten oben auf dem Bild) und ich das Haus zum ersten Mal in den neuen Farben gesehen habe, war ich einfach nur unglaublich verzückt und glücklich und musste es eine halbe Stunde am Stück ansehen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so über die neue Fassade freuen würde. Ich hoffe, dass auch die Hellblau-Skeptiker nun besänftigt sind, da die Blautöne eher im gedeckt-graublauen Bereich als beim quietschigen Babyblau anzusiedeln sind.

Most of the work has been done by the painters, but it has been amazing to watch the process of the house becoming more and more beautiful (I have survived the fact that all the windows have been covered with fine dust from the grinding and then, they were covered with foil for a while). When the scaffold had been remover after painting the first two sides (the sides on the photo above), I have been full of joy and completely amazed and needed to watch it for 30 minutes. I hadn’t thought that it would make me that happy. I hope that all the sceptics of the light blue are calmed now as well. As you can see, I chose some rather dim blue-grey instead of some squeaky baby blue . 

9

Nun ein paar Vorher-Nachher-Bilder vom “Schmuckstück” (diesen Begriff hab ich mehrmals gehört und ich finde ihn absolut passend). Das folgende Vorher-Foto ist noch ein Vorzeigebild:

A few before- after pics of the “jewel” (as some people called it) will follow. The first before photo is still an advantageous one:

11

Hier wird deutlicher, dass der Zustand des Anstrichs vorher etwas zu wünschen übrig ließ, auch wenn die Schindeln in optimalem Zustand waren und sind. (O-Ton des Malers: “Selten so gute Schindeln gesehen…”).

This before picture is more realistic, even if the shingles were and are in a great state (o-ton of the painter: “I rarely saw so good shingles, these are high-quality products…”)

12

Es ist schon gemein: wenn eine Sache renoviert ist, sticht leider immer gleich sehr deutlich der nächste Teil ins Auge, der noch nicht gemacht ist. In diesem Fall der Eingangsbereich:

It’s kind of mean: having renovated one thing, unfortunately the next unrenovated thing suddenly attracts a lot more attention. In this case, it is the entrance area: 

13

Man sieht, dass auch hinter dem Haus die Aufwertung der Fassade enorm ist. Man sieht aber auch, was es noch zu tun gibt ( Balkon, Terrasse, Bereich neben der Terrasse…)

You can see that on the other side of the house, the upgrade of the facade is enormeous. But you can also see the work ahead (balcony, terrace, area next to the terrace…)

14jpg

15

Auch wenn für die Hauptarbeit wie gesagt eine Malerfirma beauftragt wurde, die Erneuerung eines Teils der Schalung hielt meinen Papa und mich ein Wochenende unter Zeitdruck beschäftigt, die Anbringung der Balkonbretter war auch eine große Aktion für die Helfer und was ich noch nicht erwähnte: meine Mama hatte derzeit ihr eigenes Großprojekt. Sie schliff alle Fensterläden und strich diese im Anschluss drei Mal neu an. Und das alles fast ganz allein. Pünktlich vor ihrem Urlaub wurde sie fertig, sodass die am letzten Wochenende wieder eingehängt werden konnten.

Even if the main work has been done by a professional painting company, the renewal of the boards under the gable kept my dad and me busy for a weekend (under time pressure), the mounting of the balcony boards has been an act as well for my helpers and what I have not mentioned so far: my mom had her own project during all this time: she grinded all shutters and painted them three times. And all that almost on her own. And the finished on time before leaving for a short holiday, so that the shutters could be hung up last weekend.

21

22

16

Never judge a book by its cover – but still, all this is a reason to be truly happy!

Danke, Herr Teufel & Team, und an alle Beteiligten!

Ein sehr lustiges Video über Heimwerkertypen

Renovation

Durch Zufall bin ich auf ein Video von Harry G gestoßen, in welchem Heimwerkertypen kategorisiert werden. Da ich mich kaum eingekriegt habe vor Lachen, teile ich es mal, in der Hoffnung, dass sich jemand anders auch köstlich amüsiert.

Ich bin zugegebenermaßen jedes Mal #soostolz, wenn ich was selbst gemacht habe, gepfuscht hab ich aber auch immer irgendwo (jedenfalls sehen das andere so, ich wusste mir zu diesem Zeitpunkt einfach nicht besser zu helfen). Und über meine Baumarktbesuche hätte ich auch viele Stories zu erzählen – jedenfalls bin ich dort bestimmt bereits als #Nervensäge bekannt. Dort habe ich jeden Mitarbeiter mindestens schon einmal zu einem Themengebiet ausgefragt, bei der eine gewisse Unerfahrenheit offenkundig wurde. Erkennt ihr euch wieder? Ich erkenne jedenfalls nicht nur mich, sondern den ein oder anderen bekannten Heimwerkerprofi wieder…

Only German this time, as you unfortunately need to understand some German (and Bavarian) to understand the videos.

Eigentlich bin ich auf den Komödianten ja über folgendes Video über Joggen gestoßen. Fast so lustig wie die Heimwerker:

Und das hat auch eine gewisse Aktualität:

Nach einem Jahr: Vorher-Nachher-Bilder – after one year: before-after-pictures

Renovation

Nun ist es ziemlich genau ein Jahr her, dass ich in mein Haus gezogen bin. Das habe ich mir zum Anlass genommen, ein paar Vorher-Nachher-Bilder zusammenzutragen, die ich bisher nur zum Teil veröffentlicht habe. Sie geben nicht den gesamten Fortschritt wieder, zeigen aber, dass sich durchaus was verändert hat (auch wenn es noch viel zu tun gibt). Leider hab ich fast zu wenige Vorher-Bilder. Die neuen Baustellen sind immer so schnell eröffnet und abgerissen sind die Dinge schnell… bis alles wieder gemacht ist, dauert es deutlich länger 😉 Neulich bekam ich den Tipp, den Fortschritt durch Vorher-Nachher-Aufnahmen genau zu dokumentieren. Und am besten nach dem Renovieren Aufnahmen aus der genau gleichen Perspektive zu machen (Danke Dani, du hast wirklich recht), um den direkten Vergleich zu haben. Wo es noch gegangen ist, seht ihr im Folgenden.

Pretty much exactly one year has passed since I have moved into my house. I took this opportunity to collect a few before-after-pics, that I had only partly published before. Not all the progress is covered by them, but they show that there has been kind of a change (though much still has to be changed). I unfortunately have almost too few before pictures. New reconstruction projects are started to fastly and things are broken down within no time. It takes much longer to set things up again 😉 I recently got the advice (thanks, Dani, you are right) to document the progress diligently using before-after-pics. And to take after-pictures from the same perspective to have a direct comparison. You can see now where it worked.

Mein Wohnzimmer – my living room:

zur Sicherheit: die Vorher-Bilder werden immer zuerst gezeigt 😀

to make it clear: the before-pictures are always shown first 😀

1 Wohnzimmer alt

1 Wohnzimmer neu

Mein Büro – my office:

die Beseitigung des Kabelsalats im Schreibtischbereiches ist auch ein Projekt für mich (die Bilder an der Wand hängen schon wieder gerade, ist mir erst beim Betrachten des Fotos aufgefallen).

getting rid of the cable spaghetti in the desk area is also a project for me (the frames on the wall already hang straightly again, I noticed it only looking at the picture).

1 Büro alt

1 Büro neu

Meine Küche – my kitchen:

1 Küche alt

1 Küche neu

Mein Badezimmer- my bathroom:

1 Bad alt

1 Bad neu

Die Gästetoilette – the guest toilet:

1 Toilette alt

1 Toilette neu

Das rote Zimmer – the red room:

1 rotes Zimmer alt

1 rotes Zimmer neu

Das Blumenzimmer – the flower room:

Das Motto der Tapete ist geblieben – the motto of the wallpaper remained…

1 Blumenzimmer alt

1 Blumenzimmer neu

Das blaue Zimmer – the blue room:

1 blaues Zimmer alt

1 blaues Zimmer neu

Das Bücherzimmer – the book room:

1 Bücherzimmer alt

1 Bücherzimmer neu

Das 60ies-Zimmer – the 60ies room:

1 60s Zimmer alt

1 60s Zimmer neu

Und noch ein Blick nach Außen zu den Balkonen – and a view outside to the balconies:

1 Balkon alt

1 Balkon neu

Ein Frontbalkon – a front balcony:

die letzten beiden Bretter werden (nach dem Nachstreichen) planmäßig noch diese Woche entgültig montiert – the last boards will be mounted this week, that’s the plan

1 Balkone alt

1 Balkone neu

Und noch ein Vorher-Mittendrin-Bild – and a before-in-the-middle-pic: 

Das ist die Baustelle im mittleren Stock. Diese ist eröffnet und in der nächsten Woche geht’s hoffentlich los mit dem Einbau der Badezimmer. Das momentan noch größte ausstehende Projekt. Nach einem Monat sollte die Großbaustelle im Haus dann vorbei sein.

That’s the construction site on the middle floor. It is opened now and the building-in of the bathrooms will hopefully start next week. The biggest outstanding project for now. After a month, the times of the big construction inhouse will be over then.

1 Raum alt

1 Zimmer neu

Und ja, ich bin hochmotiviert, weiterzumachen!

And yes, I am supermotivated to continue!

Leben im Haus – a lively house

Renovation

Kurz gesagt: Letzte Woche ging wieder was voran. Ich hatte viel Unterstützung. Zunächst hat der Papa die zweite Urlaubswoche mit Brückentag im Mai hier verbracht. Es gab viel mit ihm zu planen und zu besprechen, aber auch zu tun. So bekam er eine eigene To-Do-Liste (im Urlaub soll ja keine Langeweile aufkommen). Auf dieser wurden im Laufe der Woche fast alle Punkte erledigt (bis auf das Holz im Garten mit mir klein sägen und die neuen Ofenrohre montieren – beides hatte keine Priorität). Der erste Punkt war: Abflexen des alten Terrassengeländers.

In one sentence: something has been going on last week. I had a lot of support. First, my dad spent his second holiday week in May with a bridging day here. There was a lot to plan and to discuss, where I needed his help, but also to do: that’s why he got his own to-do-list (to prevent boredom during vacation). Pretty much all points have been done (except for sawing the boards in the garden with me and installing the new stovepipes, both not priority). The first point was: cutting of the balustrades of the old terrasse.

a

Am Mittwoch rückte Verstärkung an. Als erstes kamen meine liebe Tante Beate und Cousine Madleen. Sie wollten sich auch nützlich machen. Das ließ ich mir nicht zwei Mal sagen und setzte die Helferinnen am Donnerstag zum Tapetenablösen ein. Auch ohne Erfahrung auf diesem Gebiet, da dieser Arbeitsschritt bei einem Neubau logischerweise entfällt, hat dies hervorragend geklappt und zwei weitere Räume sind nun tapetenlos.

On Wednesday, I got more support. First, my dear aunt Beate and my cousin Madleen arrived. They also wanted to help, and not much later, they found themselves removing wallpapers. This went really well, especially given the fact that they never did this before living in a new house. Now, two more rooms are free from old wallpaper.

b

Mein Bruder und meine Mama kamen am Mittwoch Abend ebenfalls bei mir an. Das Hauptprojekt der Männer bestand darin, an drei Balkonen die Unterkonstruktion und den WPC-Belag anzubringen. Das Wetter spielte mit und die Herren hatten einen Plan, sodass der Balkone relativ zügig fertig gestellt werden konnten. Ja, drei Balkone sind nun so gut wie fertig, und ich freue mich darauf, diese einzuweihen.

My brother and my mom also arrived on Wednesday evening. The main project of the men consisted of fixing the substructure on three balconies and laying the WPC-boards. The weather has been ideal and the guys had a plan, so they progressed quickly. Yes, three balconies are almost ready now, I am so much looking forward to using them.

c3

Die Unterkonstruktionen aus Aluminium sowie die schweren Bretter mussten zugesägt und hoch auf die Balkone gereicht und dann befestigt werden.

The substuctures of aluminium as well as the heavy boards had to be sawed, brought up to the balconies and fixed.

c4

Mama widmete sich derweil ihrem aktuellen Großprojekt, dem Streichen der Fensterläden, und belegte sämtliche Plätze um das Haus herum. Ich hab mich auch noch ein wenig beteiligt. Während des Streichens gab es dann ein “English conversation training” für sie. Auch dieses Projekt ist nun fertig, alle Läden wurden geschliffen und drei Mal gestrichen.

Mom dedicated herself to her current major project, painting the window shutters, and occupied all free spaces around the house. I helped a little and we did some “English conversation training” while painting. The project is accomplished now, as all shutters have been grinded and painted three times.

d

Den Tag ausklingen lassen gehört auch dazu…

Ending the day in a relaxing way…

e

Und als ich am Samstag von einem Termin zurückkam, war die nächste Baustelle von meinem Bruder eröffnet. Es soll noch eine kleine Fläche hinter dem Haus gepflastert werden. Das hieß erst Boden ausgraben (wobei schöne Steinplatten zu Tage traten, welche auch bleiben dürfen) und dann wieder mit Schotter füllen. Nachmittags überkam mich auch noch große Lust, mitzugraben.

When I returned from an appointment on Saturday, the next construction site had been opened by my brotheer: there’s another space in the garten to be paved. This meant digging, and then filling the hole with gravel again (beautiful stone slabs were discovered during this process that will remain). I really felt like digging in the garden as well in the afternoon, so I helped.

f

Und am Sonntag wurde noch der Boden in einem zukünftigen Frühstücksraum fast fertig verlegt.

On Sunday, the new floor in a future breakfast room has been laid almost entirely. 

g

Die ganzen Bilder sprechen für sich – beim Erstellen dieses Beitrags ist mir erst richtig klar geworden, was letzte Woche alles passiert ist. Und die Maler waren ja auch noch da. Wahnsinn… ich bin noch ein wenig erschlagen.

Es war schön, euch alle um mich herum zu haben. Und euch, Beate und Madleen, meine neue Heimat zu zeigen. Jetzt wisst ihr, wie ich lebe. Vielen lieben Dank für euren Besuch und die Unterstützung! Ihr seid immer willkommen hier und vielleicht klappt das ja mit dem Konzert, Madleen. Ein wunderbarer Aspekt meines Projekts ist es, dass ich das Gefühl habe, Teile meiner Verwandtschaft besser bzw. richtig kennen zu lernen. Der gemeinsame Aktionismus verbindet und man unterhält sich einfach anders nach einem “Schaffertag” beim Abendessen als bei einer Kaffeetafel mit 30 Leuten.

Diskussionen nach dem Essen waren diesmal auch inklusive, vor allem am Samstag Abend 😉

Und dem Rest der Familie (Lukas, Papa, Mama) sei für den tatkräftigen und ausdauernden Einsatz auch gedankt.

The images speak for themselves. While drafting this article, I became aware of everything that happened last week and still feel a little tired. But wow…

It was so nice to have all of you around me. And to show you my new home, Beate and Madleen. Now you know how I live. Thanks a lot for your visit and your support. You are always welcome here and who knows, maybe it will work out with the concert, Madleen. A wonderful aspect of my project is that it seems to me that I get to know better some parts of my family. Working together connects and you just speak differently after a day spent together at the dinner table than on a coffee table with 30 people.

Discussions after dinner have been part as well this time, especially on Saturday evening 😉 

Thanks to the rest of the family as well (Lukas, mom, dad) for your energetic and persistent help.

Gedanken aus meinen Lieblingsbüchern – Thoughts from my favourite books

Thought

Hütte

Die Außenfassade meines Hauses ist bereits nicht mehr wiederzuerkennen und ich bin völlig verzückt – ich kann’s ja kaum erwarten, hier Bilder zu zeigen, habe mich allerdings entschieden zu warten, bis alles fertig ist. Dafür braucht es noch ein wenig Geduld… In der Zwischenzeit daher ein Beitrag zu einem meiner Lieblingsbücher, welches durch vielerlei Gedanken nie an Aktualität verloren hat. Es handelt sich um “Into the Wild” von Jon Krakauer. In dem Buch geht es um die Geschichte eines jungen Mannes, Christopher McCandless, der sich alleine auf den Weg nach Alaska machte und dort einsam in der Natur, ja sogar in der Wildnis, jenseits der Gesellschaft lebte. Ein Leben in Freiheit. Aber eine Lektion ist, dass diese ihren Preis hat. McCandless bezahlte dafür mit seinem Leben… Die Geister scheiden sich, ob der Aussteiger nun mutig war und sich durch sein Erbe in Form seiner Aufschriebe und Geschichte unsterblich gemacht hat, oder ob der Typ einfach nur naiv oder gar wahnsinnig war. Ich gehöre zur ersteren Gruppe kann mich mit vielen seiner Gedanken und Bestrebungen sowie Kritik an der Gesellschaft identifizieren, weshalb McCandless in gewissen Punkten ein Vorbild darstellt (in seiner Schulzeit war er zudem ein ambitionierter Läufer). Beim Lesen des Buches habe ich mir einige Passagen angestrichen, die es meiner Meinung nach wert sind, hier geteilt zu werden (auf Englisch klingen die ganzen Zitate viel schöner, also einfach unten in der englischen Version lesen oder nochmals lesen, je nach Englischkenntnissen). Meine Zitatesammlung mag bunt zusammengewürfelt sein, aber für mich ist sie vor allem eines: inspirierend. Und vielleicht für den ein oder anderen Leser auch?

Zuerst der beste Tipp zum Reisen:

  • Gib als generelle Regel so wenig wie möglich aus, und du wirst es viel mehr genießen.

Passend in meiner Situation vor der Kündigung meines Jobs (als ich das Buch las) und noch immer:

  • Ich halte Karrieren für eine Erfindung des 20. Jahrhunderts und ich will keine.
  • Just get out and do it.
  • So viele Leute sind unglücklich mit ihren Lebensumständen, und dennoch ergreifen sie nicht die Initiative, ihre Situation zu ändern, weil sie auf ein Leben in Sicherheit, Konformität und Konservatismus konditioniert sind, was zwar Seelenfrieden verschaffen mag, aber in der Realität gibt es nichts Gefährlicheres für den Geist eines Mannes als eine sichere Zukunft. Die Grundlage des Lebensgeistes eines Mannes liegt in seiner Leidenschaft für das Abenteuer

Ich bin manchmal gerne allein, ziehe Alleinsein schlechter Gesellschaft in jedem Fall vor – bin mir aber dennoch voll und ganz bewusst, wie sehr ich sie auch brauche und suche. Und für dieses Paradoxon spricht mir McCandless aus der Seele:

  • Es stimmt, dass ich intelligente Gesellschaft vermisse, aber es gibt so Wenige, mit denen ich die Dinge teilen kann, die mir so viel bedeuten, sodass ich gelernt habe, mich zu enthalten. Es genügt, dass ich von Schönheit umgeben bin.
  • Wir mögen Gesellschaft, aber wir halten es nicht lange unter Menschen aus. Deshalb gehen wir raus und verirren uns, kommen dann wieder für eine Weile zurück, und brechen schließlich wieder auf.

Und noch was zu Glück und einem Lebensentwurf, der auch wieder meinem sehr nahe kommt:

  • Ich werde dieses Leben noch für eine Weile leben. Die Freiheit und einfache Schönheit sind einfach zu gut.
  • Ich habe viel durchgemacht und ich glaube, jetzt habe ich gefunden, was ich zum Glück brauche. Ein stilles zurückgezogenes Leben in unserer ländlichen Einsamkeit und die Möglichkeit, den Menschen Gutes zu tun, den man leicht Gutes tun kann und die so wenig daran gewöhnt sind. Eine Arbeit von der man sich einen Nutzen verspricht. Für immer Ruhe, Natur, Bücher, Musik, die Liebe zu seinen Nächsten. Das ist meine Vorstellung vom Glück. Und zu alldem, noch dich, als meine Lebensgefährtin, vielleicht auch Kinder. Was kann das Herz eines Menschen noch mehr wollen?

Wer mich ein wenig kennt, ist sicher nicht verwundert zu lesen, warum mich dieses Buch begeistert. Ich spreche auch eine Leseempfehlung aus. Der Film ist übrigens auch absolut sehenswert.

Und nun die Überleitung zu einem weiteren Buch. McCandless las in der Einsamkeit die Bücher von Henry Thoreau, einem amerikanischen Schriftsteller und Querdenker aus dem 19. Jahrhundert. Mit 27 (lustiger Zufall: genau das Alter, in dem ich meinen Job auch gekündigt habe) gab er seine Tätigkeit als Lehrer auf, baute sich in einem Grundstück mitten im Wald eine kleine Hütte und lebte dort für eine Weile zurückgezogen und sehr einfach. In seinem Werk “Walden – oder leben in den Wäldern” berichtete er darüber. Als ich im letzten Jahr in den SchwarzWALD zog, fand ich, dass es der richtige Zeitpunkt war, dieses Buch auch noch zu lesen. Insbesondere die Gedanken von Thoreau zu einem Streben nach Einfachheit und einer minimalistischen Lebensweise aus dem 19. Jahrhundert sind im 21. Jahrhundert noch ebenso gegenwärtig wie in der Geschichte, das finde ich faszinierend. Ein paar schreibe ich raus, das Buch ist aber voll von viel mehr tollen Gedanken … auch hier: lest es!

  • Ich zog in den Wald, weil ich den Wunsch hatte, mit Überlegung zu leben, dem eigentlichen, wirklichen Leben näher zu treten, zu sehen, ob ich nicht lernen konnte, was es zu lehren hätte, damit ich nicht, wenn es zum Sterben ginge, einsehen müsste, dass ich nicht gelebt hatte. Ich wollte nicht das leben, was nicht Leben war; das Leben ist so kostbar. Auch wollte ich keine Entsagung üben, außer es wurde unumgänglich notwendig. Ich wollte tief leben, alles Mark des Lebens aussaugen, so hart und spartanisch leben, dass alles, was nicht leben war, in die Flucht geschlagen wurde.
  • Die Verwöhnten und Verschwender sind es, die die Mode bestimmen, der die Masse so eifrig folgt… Ich sitze lieber allein auf einem Kürbis, als zwischen andere gezwängt auf einem Samtkissen.
  • Der Sinn für das Schöne aber wird am besten im Freien geweckt, wo es kein Haus und keinen Hausbesitzer gibt.
  • Ich ergriff manches, verwarf anderes, am höchsten aber schätzte ich meine Freiheit.
  • Ich bin gerne allein. Niemals fand ich geselligere Gesellschaft als die Einsamkeit.
  • Es ist eine überraschende und bemerkenswerte, aber auch wertvolle Erfahrung, sich zu irgendeiner Zeit im Wald zu verirren.
  • Fischer, Jäger und Holzfäller, die ihr Leben in Feldern und Wäldern verbringen, die in gewissem Sinne ein Teil der Natur selbst sind, vermögen oft, wenn sie von ihrer Arbeit ausruhen, tiefer das Wesen der Natur zu erfassen als Philosophen oder gar Dichter, die sich ihr mit Erwartungen nähern.
  • Nur die Güte ist eine sichere Kapitalanlage.
  • Anstatt Liebe, Berühmtheit oder Geld oder Vertrauen oder Fairnessgebt mir Wahrheit.
  • Strebt nicht so sehr danach, Neues zu erwerben, seien es Kleider oder Freunde.
  • Am Mark ist das Leben am Süßesten.
  • Wenn man zuversichtlich seinen Träumen folgt, und sich bemüht, so zu leben, wie man es sich vorgestellt hat, wird man unerwartet von Erfolg gekrönt.

Ein Leben in Freiheit und Unabhängigkeit … etwas, das ich auch im Zuge meines Projektes hier leben will. Auch wenn ich mich in der Realität in neue Abhängigkeiten begeben habe und praktisch bei jeder Entscheidung Kompromisse eingehen muss. Aber genau aus diesem Grund lese ich gerne Bücher wie die oben zitierten, um daran erinnert zu werden, dass man auch anders leben kann. Und dass unsere Lebensweise trotz unserer alltäglichen Verpflichtungen und Zwängen zu einem guten Teil in unserer Hand liegt.

Weg

The facade of my house looks completely different by now – and I am totally enchanted. I can’t wait to report about it on this space, but I have decided to wait until the works are finished. Some patience needed…. In the meantime, I’ll talk a bit about one of my favourite books ever which never lost in significance due to many different thoughts I can so much relate to. The book is “Into the Wild” by Jon Krakauer. It is about the true story of a young man, Christopher McCandless, who went on his own to Alaska and lived there alone in the nature, even in the wilderness far from society. A life in freedom – but one lesson is that freedom has its price. McCandless paid for it with his life. Opinions differ sharply if the dropout has been brave and left a legacy through writing down his story and thoughts or if he has just been naive or crazy. Well, I can identify with lots of his thoughts and aspirations and his critical attitude towards society and that’s why McCandless is in some ways a role model for me (plus, he has been an ambitious runner at school). While reading the book, I highlighted a lot of passages which are worth being shared in my opinion. My collection of quotes might be random, but above all, it is inspiring for me. And maybe for one or the other reader as well?

First, the best advice for travelling:

As a general rule, spend as little as possible and you will enjoy it much more immensely.

Very relevant before I quit my job (when I read the book) and still now:

  • Franz, I think careers are a 20th century invention and I don’t want one.
  • Just get out and do it.
  • So many people live within unhappy circumstances and yet will not take the initiative to change their situation because they are conditioned to a life of security, conformity, and conservatism, all of which may appear to give one peace of mind, but in reality nothing is more dangerous to the adventurous spirit within a man than a secure future. The very basic core of a man’s living spirit is his passion for adventure.

I love to be alone from time to time. And I generally prefer no company to bad company – but still, I sometimes need and want company as well. McCandless finds the exactly right words for this paradoxon:

  • It is true that I miss intelligent companionship, but there are so few with whom I can share the things that mean so much to me that I have learned to contain myself. It is enough that I am surrounded with beauty…
  • We like companionship, see, but we can’t stand to be around people for very long. So we go get ourselves lost, come back for a while, then get the hell out again.

And a quote about happiness and life plans:

  • I am going to live this life for some more time. The freedom and simple beauty of it is just too good to pass up.
  • I have lived through much, and now I think I have found what is needed for happiness. A quiet secluded life in the country, with the possibility of being useful to people to whom it is easy to do good, and who are not accustomed to have it done to them; then work which one hopes may be of some use; then rest, nature, books, music, love for one’s neighbor—such is my idea of happiness. And then, on top of all that, you for a mate, and children perhaps—what can more the heart of man desire?

Everyone who knows me a little is probably not surprised to read that I like the mentioned book. And I highly recommend reading it. By the way, the movie is brilliant as well.

And this is now the transition to another book. McCandless read Henry Thoreau, an American author and unconventional thinker of the 19th century. At age 27 (exactly the age I had quitting my job), he stopped his activities as a teacher, built a little cabin in the middle of the forest to live a secluded and simple life there. In his work “Walden – life in the woods“, he writes about it. Having moved to the Black FOREST last year, I thought that this was a good point in time to read a book with this title. Not surprisingly, I found a lot of wise and fascinating quotes in it as well. A person thriving for independence and a minimalistic lifestyle – a topic being as much up to date in the 21st century as in the 19th. Here are the quotes, though the book is full of a lot more interesting thoughts… same here: best to read it yourself!

  • I went to the woods because I wished to live deliberately, to front only the essential facts of life, and see if I could not learn what it had to teach, and not, when I came to die, discover that I had not lived.  I wanted to live deep and suck out all the marrow of life, to live so sturdily and Spartan-like as to put to rout all that was not life, to cut a broad swath and shave close, to drive life into a corner, and reduce it to its lowest terms, and, if it proved to be mean, why then to get the whole and genuine meanness of it, and publish its meanness to the world.
  • I would rather sit on a pumpkin and have it all to myself, than be crowded on a velvet cushion.
  • I love to be alone. I never found the companion that was so companionable as solitude.
  • It is a surprising and memorable, as well as valuable experience, to be lost in the woods any time.
  • Fishermen, hunters, woodchoppers, and others, spending their lives in the fields and woods, in a peculiar sense a part of nature themselves, are often in a more favorable mood for observing her, in the intervals of their pursuits, than philosophers or poets even, who approach her with expectation.
  • Goodness is the only investment that never fails.
  • Rather than love, than money, than fame, give me truth.
  • Do not trouble yourself much to get new things, whether clothes or friends.
  • If one advances confidently in the direction of his dreams, and endeavors to live the life which he has imagined, he will meet with a success unexpected in common hours.

A free and independent life … something I also aim to live as part of my project. And this, even though in reality, I have placed myself in a situation of new dependencies through it and need to make compromises practically every time I take a decision (I am fully aware of that by now). But exactly for this reason I like to read books like the above quoted ones, to be reminded that you actually can live in a different way. And that our lifestyle is to a large extent in our hands, despite all these everyday obligations and compulsions we have.

IMG_3713