Die erste Helferin – the first helper

Renovation
Besuch Hanna 1

wallpapering

Die letzten Tage hatte ich tatkräftige Unterstützung von der ersten Helferfreundin. An dieser Stelle zunächst einmal ein GROSSES Dankeschön, liebe Hanna! Du warst die erste Freundin, die einen konkreten Termin für einen Besuch vorgeschlagen und ein Zugticket gebucht hat, um dann in den Schwarzwald zu mir zu fahren. Das hat mich so gefreut und ich habe deine Gesellschaft hier im Haus in den vergangenen drei Tagen wirklich sehr genossen – wir haben einiges zustande gebracht: Deine Hilfe beim Tapezieren und Möbel aufbauen weiß ich sehr zu schätzen (hast dich sehr gut angestellt). Und auch alle anderen Aktivitäten haben riesen Spaß gemacht. Wir haben’s uns richtig gut gehen lassen, zusammen gekocht und gebacken, schöne Abendessen mit richtig leckerem Essen und gutem Wein, sowie ein Frühstück in der Sonne auf der Terrasse nach einem Morgenlauf genossen. Und ein wenig durch Freudenstadt, auf dem Markt und ein paar kleine, nette Läden sind wir auch gebummelt. Nicht zu vergessen, die guten Gespräche, die wir praktisch non-stop hatten 🙂

During the last days, I had support in my house by the first helper friend. A BIG thank you, Hanna! You were the first one who committed by giving a concrete date for your stay, booking a train ticket and actually travelling to my place. That made me really happy and I enjoyed the past three days with you a lot – we were quite active: I appreciate your help with the wallpapering and building up some furniture (you really did well). Further, It was fun to cook and bake with you, enjoy great food and wine for dinner together and a breakfast outside in the sun after a morning run. And explore Freudenstadt and the market and nice shops a little. Not to forget the quality conversations we had pretty much non-stop 🙂

Besuch Hanna 2

drill machines are a great tool

Besuch Hanna 4.1

one highlight: the homemade “Kirschmichel”

Besuch Hanna 4

Meine Wohnung im Haus – my flat in the house

House, Renovation

Mitten in der Baustelle Haus sind nun meine drei ersten drei Wohnräume so gut wie fertig (bis auf die Türen, die erst zum Teil gestrichen sind. Und neue Fenster sind auch ein extra Thema). So kann ich euch eine kurze Führung durch diese geben. Starten wir mit meinem Lieblingsraum, dem Wohnzimmer. Bücher dürfen für mich in einem Wohnzimmer nicht fehlen:

In the middle of the construction side named house is a part of my own living space that is ready (except for the doors, which are only partly painted. And windows are another subject). And I am ready to give you a small tour. Let’s start in my favourite room, the living room. Books are an obligatory part of it in my opinion:

Wohnzimmer 1

Die Schaukelstuhlecke:

The rocking chair corner:

Wohnzimmer 2

Wie im ganzen Haus, will ich den Charakter trotz Renovierung erhalten, während ich gleichzeitig für einen frischen, modernen Touch sorgen will und einen Lebensbereich schaffen, in dem ich mich wohlfühle. Immer eine Gratwanderung. Der alte Tisch mit den Stühlen, der restauriert wurde, sollte ja bekannt sein. Zudem habe ich die Lampen gelassen, die für ein sehr schönes, warmes Licht sorgen und mir mittlerweile extrem gut gefallen. Und die alten Türen sind auch besonders (hier eine gestrichene):

My aim is to keep the character of the old house while renovating it and giving it a fresh, modern touch. And to create a space I feel comfortable in. Always a balancing act. You should know the old table and chairs. Plus, I have left the old lamps in the room giving a warm light. And the old doors are also special (here a painted one):

Wohnzimmer 3

Der erste Raum, der fertig war, ist das kleine Büro. Es besteht zum Großteil aus Möbeln aus meiner alten Wohnung. Vom Schreibtisch links im Bild kann ich gemütlich arbeiten und bloggen:

The office has been ready first. The furniture is mostly what I brought from my prior flat. I can comfortably work and blog from the desk on the left-hand side:

Büro

Und nun noch ein Blick in das Schlafzimmer. Hier habe ich ebenfalls einiges mitgebracht. Nur der große Kleiderschrank war bereits da:

And now a glimpse into the sleeping room. I brought most of the furniture for this room as well. Only the old, big wardrobe has already been in the room before:

Schlafzimmer 5

 

Wenn ich mir unter allen Bildern ein Lieblingsbild aussuchen müsste, dann wäre es Monets  Impression “soleil levant”. Dieses habe ich mir gerahmt gegönnt. Ich freue mich aber, dass ich mir nicht eines aussuchen muss und noch viele weitere Zimmer einrichten und dekorieren kann in diesem Haus!

If I had to choose my favourite painting ever, it would be Monet’s impression “soleil levant”. I made myself a treat and bought it framed. But I am more than happy that I don’t have to choose one picture and can decorate a lot more rooms in this house!

Schlafzimmer 4

Meine Meinung zum Euro – my opinion on the Euro

Politics

Euro

*** please scroll down for the English version of the text ***

Nun wird’s politisch. Aber ich kann mich einfach nicht zurückhalten, meine Meinung zum brandaktuellen Medienthema Griechenlandkrise zu äußern, insbesondere da ich nicht bei einer Institution oder einem Unternehmen angestellt bin, bei denen ich eine von anderen festgelegte Position beziehen muss. Seit ich meine Diplomarbeit Ende 2010 zum Thema „Stabilitätsprobleme der Europäischen Währungsunion am Beispiel von Griechenland“ geschrieben habe, ist das Thema für mich von besonderer Bedeutung und ich habe seither eine klare Meinung, die sich in ein paar Sätzen zusammenfassen lässt:

Die Einführung des Euro war eine politische Entscheidung (viele Volkswirte haben bereits im Voraus davor gewarnt) und meiner Meinung nach ein Fehler. Nun sind solche Urteile im Nachhinein nicht besonders hilfreich. Der Euro ist eingeführt und egal ob die Währungsunion in der aktuellen Formation bestehen bleibt oder ein Land diese verlässt – es gibt keinen einfachen Weg zur Lösung des Problems. Griechenland würde aus wirtschaftlicher Perspektive meiner Meinung nach von der Einführung einer eigenen Währung profitieren, da Geldpolitik so auf nationaler Ebene durchgeführt werden könnte. Das Instrument der Wechselkursanpassung ist ein wichtiges und in diesem Fall wäre eine Währungsabwertung natürlich und würde dem Land helfen. Die technische Regelung eines Austritts aus der Währungsunion (man denke an alle Maschinen, die auf Euro programmiert sind) hingegen ist hochkomplex und friedlich und ohne kann so ein Prozess auch nicht vonstatten gehen. Ich möchte nicht mit den Politikern tauschen, die die Verantwortung dafür übernehmen oder mit dem Militär / den Polizisten, die Bankruns entgegenwirken. Kurzfristig wäre das alles nicht lustig, aber lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Denn wie es seit Jahren läuft, so wird es nicht ewig weiter gehen können. Und was mich am meisten beunruhigt und ärgert an der Dauerkrise: ich bin ein begeisterter Befürworter der Europäischen Union. Wir hatten die letzten Jahrzehnte Frieden in Europa (und können uns innerhalb der Landesgrenzen mittlerweile frei bewegen). Das sah vor gut 60 Jahren noch ganz anders aus. Das ist für mich die wichtigste Errungenschaft. Und nun sehe ich, wie die Währungsunion für große Spannungen und Unfrieden zwischen den Nationen innerhalb Europas sorgt. Deshalb verstehe ich die Aussage und das Druckmittel „wenn jemand aus der Währungsunion aussteigt, dann auch aus der EU und Europa“ überhaupt nicht. Wenn der Fall des Austritts eines Landes aus der Währungsunion nicht rechtlich geregelt ist, dann sollte schnell eine Regelung geschaffen werden. Zum Erhalt des langfristigen Friedens, des Miteinanders und der Union in Europa. Und wo gemeinschaftliche Regelungen (egal ob Währung, Gesetze etc.) zu Unmut und einem Gegeneinander der Nationen führen, dann braucht es diese nicht. Auch wenn der Weg aus der gemeinsamen Währungsunion keinesfalls einfach ist, vielleicht sollte er besser sofort umgesetzt werden. Für ein friedliches Europa in Zukunft.

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Let’s talk politics. I can’t hold myself back to shout out my opinion on the late-breaking topic in the media: the crisis in Greece. Especially given the fact, that I am not employed at an instutuion or company where I have to adopt a position defined by others. Since I have been writing my diploma thesis in 2010 about „stability problems in the European Monetary Union at the example of Greece“, this subject is of particular importance to me, and I do have a clear opinion on it that I can summarize in a few senctences:

The introduction of the Euro has been a political decision (many economists have warned of it in advance) and in my opinion, it has been a mistake. Well, such judgements with hindsight are not of value to anybody. The Euro is our currency now and whether the monetary union remains the way it is or whether one country leaves it – there is no easy way out solving the problem(s). Greece would benefit from having a currency on ist own, as monetary policy could be conducted on a national level. The instrument of adjusting exchange rates is an important one, an in this case, a devaluation would be natural and help the country. The technical execution of the exit of a monetary union however is highly complex (simply thinking of all the machines that are programmed on the Euro currency) and it won’t run smoothly and peacefully. I would not want to change with the politicians taking responsibilty for an exit decision or the policemen / military trying to prevent bankruns. All this wouldn’t be funny, but I claim: better a terrible end than unending terror. Because it won’t go on forever the way that things have been handled during the last years. And what worries and annoys me most is the following: I am an enthusiastic proponent of the European Union. We have been living in peace in Europe during the last years. The situation has been looking quite a bit different around 60 years ago. For me, this is the biggest accomplishment. And therefore I don’t understand the argument „if you leave the monetary union, you leave the European Union and Europe“. If the case of the exit of a nation of the monetary union has not been clarified legally, this should be changed quickly. In order to maintain peace, cooperation and the union in Europe. And where common regulations (no matter if it is the currency or other common laws) lead to resentment and anger between the nations, they are not necessary. And despite the fact that the way out of the monetary union is not an easy one, maybe it should be gone soon. In order to have peace in Europe, as well in the future.

“Il y a des fleurs partout pour qui veut bien les voir.” (Henri Matisse)

Thought

 Blumen 3

*** please scroll down for the English version of the text ***

Bald kann ich euch die ersten Vorher-Nachher-Fotos von meinen Privaträumen im Haus zeigen, worauf ich mich sehr freue – es fehlen nur noch die Bilder an den Wänden, und solange warte ich noch. In der Zwischenzeit gibt es daher noch einen Gedanken von mir auf dem Blog, der auf dem Jakobsweg von mir niedergeschrieben und danach weiterentwickelt wurde:

Zurück ins Jahr 2012. Durch die Entdeckung des Laufens, und in diesem Zuge auch die Entdeckung der Natur, war es für mich auf einmal das größte Glück, in der nahen Umgebung eine Runde an der frischen Luft joggen zu gehen. Mir hat sich praktisch durch die Bewegung an der Natur eine neue Welt eröffnet. Mir ist klar geworden, dass ich gar nicht bis ans andere Ende der Welt reisen muss, um etwas möglichst Exotisches zu sehen oder zu erleben – ich kann auch im hier und jetzt glücklich sein, es kommt nicht darauf an, wo genau ich bin. Daher habe ich in letzter Zeit auch oft gesagt, dass es mir relativ egal sei, wo ich mich niederlasse und eventuell ein Haus kaufe – denn die Natur ist überall schön.

Auf dem Jakobsweg entdeckte ich eines frühen Morgens beim Passieren einer Straßenunterführung ein Graffiti mit folgendem Inhalt: „Il y a des fleurs partout pour qui veut bien les voir.“ (auf Deutsch: Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will.“).

Und diesen Frühling habe ich tatsächlich mehr Blumen als je zuvor gesehen. Sie sind auf dem Jakobsweg im April aber zugegebenermaßen auch schwer zu übersehen. Mir hat der Spruch so gefallen, weil er das Thema wieder aufgreift, dass das was man sieht und wie man die Welt sieht, von der eigenen Perspektive abhängt. Somit liegt es an uns, das Schöne zu sehen. Auch das, was uns glücklich macht. Für mich kommt das der Aussage sehr nahe, dass unser Glück ist also in uns selbst zu finden ist.

Und weshalb ich diesen Beitrag heute schreibe: Gestern schaute ich mir alte Folge der Talksendung „Nachcafé“ mit dem Titel „Das zweite Leben“ an. Darin ging es um Leute, die ihr Leben geändert haben oder sich durch einen Schicksalsschlag plötzlich in ganz neuen Umständen wiederfanden. Eine Quintessenz hat ein Teilnehmer der Talkrunde ganz treffend zusammengefasst: „Wir selbst sind Mittelpunkt unseres Lebens und nicht die Umstände.“

Oder anders ausgedrückt, in Leo Tolstoy’s Worten: „If you want to be happy, be!“

Die ganze Sendung ist übrigens sehenswert, nicht nur in meiner Situation:

https://www.youtube.com/watch?v=JHHI1AnyqjQ

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I will soon be able to show you the first before-after-pictures of my private rooms in the house – I am very much looking forward to doing so. Only the pictures on the walls are still missing. I will wait for them. In the meantime, I share one of my thoughts that was written down on the Camino de Santiago and developed afterwards:

Back to the year 2012, when I discovered running, and at the same time the beauty of the nature. Suddenly, the greatest pleasure for me was to run around in the fresh air. A new world had opened in front of my housedoor by having become active outside. I realized that I didn’t have to travel to the other end of the world to see something exotic – I could also be happy right here right now. For the same reason, I lately often said that it didn’t really matter to me where I settled and maybe bought a house – because nature is beautiful everywhere.

When I walked the camino de Santiago, one early morning, I discovered the following graffiti when passing a subway: „Il y a des fleurs partout pour qui veut bien les voir.“ (in English: There are always flowers for those who want to see them).

I have indeed seen more flowers than ever this spring. But I have to admit that it is hard to not see them walking on the camino in April. I liked the quote as it picks up the subject, that what you see and how you see the world depends on your own perspective. It is hence up to us to see the beauty around us. And also what makes us happy. In my opinion, this relates to the statement that happiness lies within us.

I write this blog post today, because I have been watching an old episode of the German talkshow „Nachtafé“ with the title „The second life“ yesterday. I was about people who deliberately changed their life, or found themselves in a completely different situation after a stroke of fate. One bottom line, nicely put by a participant: „We are the center of our life and not the circumstances“. Or in Tolstoi’s words: „If you want to be happy, be!“

Blumen 2

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