Mehr helfende Hände – more helping hands

Renovation

Letzte Woche hatte ich großartige Hilfe von zwei jungen Männern: Jonas (der Bruder der Freundin meines Bruders) und Johannes (ein Kumpel von Jonas) haben einiges voran gebracht.

Die beiden haben sich praktisch sehr geschickt angestellt, waren top ausgerüstet und sehr motiviert (und ich beeindruckt), sodass ich sie gleich auf die Balkone losgelassen habe, anstatt detaillierte Anweisungen zu geben (ich hab nur sichergestellt, dass sie sich angegurtet haben): die Schweißnähte der Folge der Geländererhöhung abflexen, Abschleifen und Streichen. Als Ausgleich zu den schweren Arbeiten wurden innen Tapeten abgelöst.

Last week I had great help by two young and strong men: Jonas (the brother of my brother’s girlfriend) and Johannes (a friend of Jonas) brought some things forward. 

They were very hands-on, well equiped and motivated (and I was impressed). As they knew better than me what to do, I did not give them much instructions and just let them start with the balconies (only I assured that they were secured): cutting off welding seams (of the extentions of the balustrades), grinding and then painting. As a balance to the hard work, they took off wallpapers inside.

1.1

1.21.3 1.4 1.5

Das nächste Projekt war mit der Erneuerung der Terrasse zu beginnen. Als erstes stand die Platten und Erde abtragen auf dem Programm. Ich glaube, dass ich für die beiden auch Grund zum Amüsement war, wie ich mit einer Mischung aus Begeisterung und Naivität durch das Haus gewirbelt bin, und dennoch immer gewillt zu zeigen, dass ich den Ehrgeiz habe, hier wirklich was voranzubringen. Die folgende Anweisung von mir “ihr grabt dann einfach mal folgende Fläche aus und dann füllen wir das mit 20 Tonnen Schotter auf” klang etwas lapidar, als wär’s ein Job von einem Nachmittag :-). Ist es natürlich nicht. Ich weiß es jedenfalls zu schätzen, wie ihr euch beim Graben verausgabt habt, für solch einen Fortschritt nach kurzer Zeit:

Next project was to start to redo the terrasse. I guess the two of them also had some fun with me running around in the house and explaining things with a mix of enthusiasm and naitivity, always trying to point out the serious will to get this project on. The instruction was: “you simply dig out the earth in there and we will fill up with 20 tons of gravel” … like it was a job of an afternoon :-). It is of course not. I appreciate a lot how much you gave in order to have such a progess after a short time:

2

Powernap neben dem Erdhaufen:

Powernap next to the earth heap:

3

4.5

Und zum ersten Mal saß ich beim Essen mit Gesellschaft an meinem Küchentisch, das wird mir auch in Erinnerung bleiben. War super, dass ihr da wart. Vielen Dank!

And as it was the first time that I celebrated meals with company in the kitchen, I will remember this scene as well. It was great to have you here. Thank you so much!

5

“Pursue what’s in your heart, and the universe will conspire to support you.” (Rich Roll)

Thought

Klee

“Folge deinem Herzen, und das Universum wird sich verschwören, um dich zu unterstützen.” (Rich Roll)

„Es geht immer nur um’s Geld“ – wenn ich diese Aussage höre, fange ich an zu diskutieren, denn ich weigere mich, das zu akzeptieren. Es mag die Einstellung von manchen Leuten sein, von mir aus. Es gibt gerade im Geschäftseben auch oft Situation, in denen zwei Leute aufeinandertreffen, wobei es beiden Parteien darum geht, möglichst viel Geld zu machen – diese Rechnung kann aber nicht aufgehen.

Das extreme Gegenargument als Einwand habe ich oft gehört: Ohne Geld geht’s auch nicht. Ist mir völlig klar, ich kenne auch nicht nur schwarz und weiß, aber ich will gerne nach folgendem Prinzip leben:

„L’argent devrait être un moyen, pas un objectif. Sinon, c’est triste.“

(Geld sollte ein Mittel sein, kein Lebenszweck. Alles andere ist traurig)

Der Satz ist auf Französisch, weil ich ihn auf dem Jakobsweg mit Mitpilgern und Herbergsbesitzern ausgearbeitet und diskutiert habe. Leute, die genau das Leben, was mich inspiriert.

Ich gehe sogar weiter als zu sagen, dass Geld kein Selbstzweck sei. Es geht auch nicht um die Karriere um der Karriere willen, nicht um Networking des Networkings willen, nicht um’s Verhandeln des Verhandelns willen.

Ich war während und nach meines Studiums davon getrieben, Karriere zu machen – als Frau zu zeigen, dass ich mich in der Wirtschaftswelt hocharbeiten kann. Als ich aber keinen Sinn mehr hinter meiner Tätigkeit im Beruf gesehen habe, war auch meine Motivation sehr schnell weg, Karriere zu machen. Ich habe mich auch nie für eine große Networkerin gehalten und es eher als ein Manko angesehen. Habe ich mich für ein Thema aber wirklich interessiert, habe ich aber immer automatisch versucht von erfahrenen Leuten zu lernen, den Austausch gesucht und wertvolle Kontakte geknüpft – egal ob man es nun Networking nennt oder nicht. Und genauso beim Verhandeln, ich glaube nicht daran, dass man hart verhandeln muss, um auf die Einleitung dieses Artikels zurückzukommen.

Aus diesen Sätzen soll keine Nativität sprechen, sondern meine bisherige Erfahrung (von zugegebenermaßen noch kurzer Dauer), dass wenn man seine Ziele mit rechtschaffenen Motiven verfolgen will, einen Sinn hinter dem sieht was man tut, dann bringt man automatisch auch die Begeisterung dafür rüber und dann ist das alles gar nicht mehr nötig – und die Dinge kommen viel einfacher in Bewegung. Mein Eindruck ist jedenfalls, dass es alles so viel einfacher geht, seit ich meine Ziele, Begeisterung ausstrahle. Ich kann voll und ganz ich selbst sein.

Alle möglichen Dinge haben sich für mich in den letzten Monaten so günstig entwickelt, dass ich meine Glückssträhne manchmal kaum fassen kann. Leute aus dem Dorf unterstützen mich, Familie und Freunde auch. Und alle, mit denen ich zu tun hatte – ich habe bei keiner meiner Anschaffungen das Gefühl gehabt, über’s Ohr gehauen zu werden.

Ich weiß, dass wenn man ein altes Haus kauft oder ein Unternehmen gründet, es so manch böse Überraschung geben kann. Kann bei mir alles noch kommen, bisher gab es nur anstrengende Momente, keine Katastrophen.

Noch eine letzte Anmerkung: ich spreche auf diesem persönlichen Blog aus meiner Perspektive mit meinem Hintergrund. Ich will nicht, dass mich jemand falsch versteht, der hart für sein Geld arbeiten muss, um das Nötigste für sich und seine Familie zu erarbeiten mit dem Satz „es geht nicht immer nur um’s Geld“. Ich habe Respekt vor all diesen Menschen und halte unsere Systeme in vielen Punkten nicht für gerecht, wie der regelmäßige Leser meines Blogs bereits herausgelesen haben sollte. Das ist aber ein anderes Thema. Zum Schluss nochmal ein passendes Zitat von einem interessanten Menschen und Autor:

“Wenn man zuversichtlich seinen Träumen folgt, und sich bemüht, so zu leben, wie man es sich vorgestellt hat, wird man unerwartet von Erfolg gekrönt. ”

(Henry David Thoreau)

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“Pursue what’s in your heart, and the universe will conspire to support you.” (Rich Roll)

„It’s all about the money“ – if I hear that statement, I start to discuss, because I refuse to accept this. It may be the conviction of some people. And there are a lot of situations in business life where people thinking like this meet and where both parties only aim to make as much money as possible – but this calculation can’t hold.

I know the extreme counterargument of my thesis and I have heard it a lot: It doesn’t work either without money. I totally agree, and I don’t see everything in black and white only, but I would like to live according to the following princible:

„L’argent devrait être un moyen, pas un objectif. Sinon, c’est triste.“

(Money should be a means, not a destination. Otherwise, it’s sad)

I wrote this sentence down in French, as I have elaborated and discussed it during my pilgrimage in France with several fellow pilgrims and hostel owners. People who are living what inspires me.

I even go further than saying that money is not an end in itself: it‘ not about a career for the sake of the career, not about networking for the sake of networking, not about negotiating for the sake of negotiating.

During and after my studies I have been driven by the wish to climb fast on the career ladder – to prove that I am able to do this as a woman in the business world. But when I had realized that I did not see any sense any more in  my job, my motivation has immediately been blown away. Further, I never saw myself as a big networker. On the contrary, I rather saw this as one of my deficits. But on the other hand, everytime I have been really interested in something, I have automatically tried to learn from more experienced people, have searched for the exchange with others and established valuable contacts – you may call it networking or not. The same holds true for negotiating, I don’t believe that you need to negotiate toughly to achieve something, to come back to the introductory quote of this article.

I don’t want to sound naive, but my previous experience (I admit it is a short one from the last months) has shown that if you pursue your goals with upright motives and see a sense behind what you are doing, you immediately communicate your enthusiasm and everything else is not necessary any more – things happen mor easily. At least this is my personal impression – I can completely be myself right now.

Things have developed in such a positive way for me lately that I can sometimes hardly believe my period of luck. People from the village support me, my family and friends and everybody I dealt with. It never felt like somebody cheated on me.

I know there might be some bad surprises (there are risks when you buy an old house and start a business), but so far there have been only tough moments, no catastrophes.

One more comment: This is a personal blog and I speak from my perspective with my background. I don’t want somebody who needs to work hard to afford basic things for himself and his family to get me wrong. I have a lot of respect for all these people and you might have read already that I do criticise how things work in many points – but this is another subject.

To close this article, I have one more quote by an interesting person and author:

“If one advances confidently in the direction of his dreams, and endeavors to live the life which he has imagined, he will meet with a success unexpected in common hours. ”

(Henry David Thoreau)