Die erste Wanderung – the first hike

Black Forest, Sports

Der Schwarzwald ist ein Top-Wandergebiet. Die Natur ist vielseitig und an vielen Stellen atemberaubend, und die Infrastruktur ist exzellent: es gibt eine Vielzahl an ausgeschilderten Wanderrouten und Bänkchen laden überall entlang der Wege zum Verweilen ein. Obwohl ich mir der Tatsache schon lang bewusst bin, hat es eine Weile gedauert, bis ich das mal selbst erlebt habe und zur ersten offiziellen Wanderung aufgebrochen bin. Die hat dann aber noch dieses Jahr in der Herbstlandschaft stattgefunden. Es hat sehr gut getan, mal langsam durch die Gegend zu wandern, wobei viele Gedanken an die große Wanderung (die Pilgerreise) am Anfang dieses Jahres hochkamen und ich auch Zeit hatte, anderen Gedanken nachzuhängen. Auf der ersten Hälfte der Wanderung bin ich auch keinem Menschen begegnet, genauso wie ich es mag. Ich bin übrigens die letzte der 5 Etappen des Seensteigs gewandert, von Schönmünzach nach Baiersbronn. Abends war ich hundemüde vom Tag an der frischen Luft, aber sehr glücklich und ausgeglichen.

The Black Forest is a great area to hike. Nature is diverse and stunning, but the infrastructure is also perfect, with lots of signpostings for hiking routes and benches to rest everywhere. Despite having been aware of this fact, it took me a while to experience it all, until I went for my first official hike here. Maybe the last one this year as well, but I have still been able to wander through the autumnal landscape, in a slow pace and with a lot of memories from the big hike (the pilgrimage at the beginning of the year) and other thought coming up. I didn’t cross anybody for the first three hours, just as I like it. I’ve decided to do the last one of a hiking tour in 5 stages called “Seensteig” and walked from Schönmünzach to Baiersbronn. I have been really tired from a day spent outside, but balanced and happy. 

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Ungefähr auf halber Strecke kommt der Huzenbacher See:

In the middle, you come across the Huzenbacher See: 

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Und nach einem Aufstieg hat man einen schönen Blick auf den See:

Then you climb up to get a view on the lake:

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Und dann geht’s auf schönen Waldwegen durch’s Tonbachtal zurück:

Afterwards it goes down again through the Tonbachtal along beautiful trails in the middle of the forest:

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Die neue Terrasse – the new terrace

Renovation

Nun ist ein großes Projekt doch noch rechtzeitig vor Wintereinbruch fertig geworden und ich bin wahnsinnig erleichtert. Die Rede ist von der neuen Terrasse. Das hat alles dank dem “Team Familie” geklappt, welches letztes Wochenende angerückt ist. Und zwar in erweiterter Formation, neben meine Eltern kam auch mein Bruder Lukas mit seiner Freundin Isi aus München angereist. Voilà das Ergebnis:

One big project has now been completed on time before the onset of winter and I am very relieved. I am talking about the new terrace. This worked out because of the “team family” who marched up last weekend. In an extended formation, namely my parents plus my brother Lukas and his girlfriend Isi came from Munich. Voilà the result:

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Über die grabenden Helfer und den Traktor, der den Schotter gebracht hat, habe ich ja bereits hier berichtet. Am Wochenende vor alle Helfer kamen, um das Projekt fertigzustellen, hat Papa mit mir als Assistentin dann als Vorbereitung gemauert, den Boden gerüttelt und eine Treppe gebaut.

I have already been writing about the digging helpers and the tractor who brought the gravel here. The weekend before all helpers came to finish the project, we did some preparations: my dad (with myself as the assistant) laid bricks, evened out the surface with a vibration plate and built stairs.

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Mit 5 Mann (bzw. 2 Mann und 3 Frau) ging alles relativ flott. Trotz Schneeregen waren wir voller Tatendrang. Zunächst haben wir Splitt geholt und verteilt:

With 5 men (well, 2 men and 3 women), we progressed really fast, despite some rain and snow. First, we spread the crushed stones as a basis.

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Nach dem Ebnen wurden im Akkordtempo die Steine gelegt:

Having evened out the place, we laid the stones at record speed:

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Die mitgebrachte Hilti kam auch kurz zum Einsatz:

The Hilti came into use as well:

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Und gegen Mittag, während wir Frauen die Rüttelplatte zum Baumarkt zurückgebracht haben, haben die Männer noch “schnell” die Sandsteine für die Mauerabdeckung zurechtgesägt. Die Sandsteine kamen übrigens im Boden beim Graben im Treppenbereich hervor. So viele versteckte Schätze, denn durch die Mauer mit dem Steinbelag bekommt die Terrasse noch einen besonderen und natürlichen Touch (auf eine Mauer aus Natursteinen wurde aus Zeit- und Kostengründen verzichtet).

In the afternoon, while the women brought the vibration plate back to the DIY-Store, the men “quickly” sawed the sandstone plates for the wall coping. We discovered the natural sandstones when digging in the area of the stairs. So many hidden treadures! I really like the element of the stones here, beause it gives the terrace a more natural touch (because of budget and time reasons, we did not build the whole wall out of natural stones).

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Und nach einem Arbeitstag waren wir am frühen Abend schon fertig. So konnten wir es am Sonntag etwas ruhiger angehen lassen, und es war sogar noch ein Tapezierkurs für Fortgeschrittene (mit Blümchentapete tapezieren) drin.

Die fertige Terrasse ist groß genug zum Tanzen. Bei richtigem Sonnenschein werde ich sie eventuell auch dieses Jahr noch einweihen.

In the early evening, everything had been finished! That way, we could take it a bit easier on Sunday and even had time for a wallpapering lesson for intermediates (wallpapering with a flowered wallpaper). 

The terrace now is big enough to dance on it. I might inaugurate if myself this year by sitting on it if the sun comes out again.

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Ich freu mich so über das Ergebnis und dass es noch geklappt hat, dieses Projekt vor dem Winter fertigzustellen. Vielen Dank Papa, Mama, Lukas, Isi, Frank, Jonas, Johannes und Lea! Ich glaube, es erübrigt sich zu sagen, dass ich das alleine nicht geschafft hätte 😉

I am so happy about the result and the fact that this terrace has been finished this year before the winter. Many thanks Papa, Mama, Lukas, Isi, Frank, Jonas, Johannes und Lea! I guess I don’t have to mention that I would have never been able to do this on my own 😉

Die Mär von allen Möglichkeiten – the fairy tale of having all possibilities

Poem, Thought

Vor einem Jahr hatte ich meinen Job bereits gekündigt, aber keine Ahnung, was ich in drei Monaten tun würde, nur sehr viele Ideen in meinem Kopf. Als ich mit verschiedenen Leuten über meine Situation sprach, habe ich oft den Satz gehört: „Du bist doch noch jung und hast alle Möglichkeiten.“ Irgendwann hab ich richtig allergisch darauf reagiert und geantwortet: „Na toll, wenn ich so weitermache, werde ich mit all den tollen Möglichkeiten sterben und was bringt mir das dann?“

Ich habe den Satz mit den vielen Möglichkeiten schon als Kind gehört (und Leute meines Alters sicher auch). Das ist natürlich in gewisser Hinsicht ein großer Luxus. Zum Beispiel war ich frei zu studieren, was auch immer ich wollte (zumindest fast), aber letztendlich musste ich mich für eine Sache entscheiden. Auch wenn ich heute sicher nicht wieder Volkswirtschaftslehre studieren würde, so würde mir die Wahl zwischen romanischen Sprachen, Bibliothekswissenschaften, Medizin, Mathe, Sport und Soziologie immer noch äußerst schwer fallen. Gut, ich habe mich eh gegen ein zweites Studium entschieden, da so ein Studium doch sehr in die Tiefe geht und ich jetzt lieber mehreren Aktivitäten nachgehen will, und das auch gerne auf die „learning by doing“-Art.

Deshalb bin ich auch so froh und irgendwie entspannt, dass ich ein Haus gekauft und mich niedergelassen habe. Da ich diese Entscheidung getroffen habe, kann ich weitermachen und wenigstens versuche und tue ich Dinge anstatt nur rumzusitzen.

Ich habe an diese Mär von allen Möglichkeiten jüngst gedacht, da ich nach langer Zeit versucht habe, ein auf dem Jakobsweg auswendig gelerntes Gedicht aufzusagen. Es hat sogar geklappt und das Gedicht ist für mich sehr besonders. Ich begegnete dem Gedicht zum ersten Mal auf einer Ausstellung zum Thema Entscheidungen in der Schweiz. Der Inhalt besagt das, was ich oben ausgeführt habe. Wenn man nichts macht, dann verschließen sich einem nach und nach Türen im Leben. Deshalb sollte man selbst aktiv und bewusst Entscheidungen treffen, basierend auf der Antwort auf die Frage, wofür man leben will.

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About a year ago, I had already quit my job, but no clue what I’d be doing three months later and just many ideas in my head. When talking with people about my situation, I regularily heard the sentence „you’re still young and you’ve got all possibilities“. After some time, I started to react allergic to ALL THESE POSSIBILITIES. My answer became: „So what, if I continue like this, I will die with all these great possibilites and won’t have done or changed a single thing.“

I (and probably more people of my age) have heard this since I’ve been a child. Of course also a big luxury in some way. I have been free to choose to study whatever I wanted, but in the end I had to decide for one thing. I would definitely not make the same choice again and study economics, but I’d still be interested in studying romanic languages, library science, medicine, mathematics, sports, sociology… anyway, I have decided not to study again as this is quite a time-intense project where you really have to focus on something and I prefer to pursue more interests and to learn by doing at the moment. This is also why I am so satisfied and somehow relieved with my choice to have bought a house and settled somewhere. Having taken this decision, I can go on, and at least I am trying and doing things and not only sitting somewhere talking.

I thought of this „fairy tale of all possibilities“ as I call it these days, when I tried to remember one of the poems I have learned by heart on my hike on the Camino. I still do remember it and it has become really special to me. I’ve read it for the first time at an exhibition about decision making in Switzerland. The content basically is that we can’t just let life go and think that all doors will remain open forever. Instead, we have to actively and consciously take decisions based on our answer to the question what we want to live for. Read it, please, if you know at least some German.

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WOFÜR WILL ICH LEBEN?

Du kannst dir nicht ein Leben lang 
die Türen alle offenhalten, 
um keine Chance zu verpassen. 
Auch wer durch keine Tür geht
und keinen Schritt nach vorne tut, 
dem fallen Jahr für Jahr die Türen, 
eine nach der anderen, zu. 

Wer selber leben will, 
der muss entscheiden: 
Ja oder Nein – 
im Großen und im Kleinen. 
Wer sich entscheidet, wertet, wählt 
und das bedeutet auch: Verzicht. 

Denn jede Tür, durch die er geht, 
verschließt ihm viele andere. 
Man darf nicht mogeln und so tun, 
als könne man beweisen, 
was hinter jener Tür geschehen wird. 

Ein jedes Ja – auch überdacht, geprüft – 
ist zugleich Wagnis und verlangt ein Ziel. 
Das aber ist die erste aller Fragen: 
Wie heißt das Ziel, an dem ich messe Ja und Nein? 
Und: Wofür will ich leben?
(Paul Roth)

Wie das Laufen zu meiner Lieblingsbeschäftigung wurde – how running became my favourite activity

Sports

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Am vergangenen Sonntag fand in Bräunlingen der Schwarzwaldmarathon zum 48. Mal statt. Ich lief den Halbmarathon dort zum zweiten Mal. Vor genau drei Jahren war genau dieser Lauf das erste Rennen, an dem ich teilnahm. Aus Nostalgie und weil ich lustigerweise nun im Schwarzwald wohne, wollte ich mir das Event dieses Jahr keinesfalles entgehen lassen und nahm wieder ein wundervolles Lauferlebnis mit, was mich heute dankbar und glücklich stimmt.

Jeder der mich ein wenig kennt, weiß, wie wichtig mir das Laufen ist. Und da ich auch schon öfter gefragt wurde, wie ich zum Laufen kam, nehme ich dies zum Anlass, meine Geschichte zu erzählen:

Zum ersten Mal zum joggen gegangen bin ich als Teenager. Alle paar Monate habe ich in einem Anfall von „ich muss abnehmen“ meine Laufschuhe geschnürt und bin einmal oder an ein paar Tagen hintereinander 30 Minuten gelaufen, in einem Tempo, das der Walkinggeschwindigkeit sehr nahe kommt. Also immer nur sehr sporadisch und sehr kurz Zu wenig ausdauernd, als dass man irgendwelchen Fortschritt hätte bemerken können. Dennoch stand „joggen“ schon immer in meinem Lebenslauf, was mir heute etwas peinlich ist, wenn ich an die Zeit zurückdenke, die mehr als 3 Jahre in der Vergangenheit zurückliegt 😉

Nun gut, zurück ins Jahr 2012, als ich noch in Zürich wohnte und der Auslöser für mein gezieltes Lauftraining kam. An einem Sommertag habe ich mal wieder einen „Lauf-Anlauf“ gemacht. Abends waren zufälligerweise meine Eltern zu Besuch. Denen erzählte ich ganz stolz, dass ich morgens meeegaweit gelaufen war (seit ich die Pulsuhr habe, weiß ich, dass es 9 km waren. Auch wenn ich damals sicher 1,5 h für diese Distanz gebraucht habe, immerhin. Die paar Mal, die ich davor in Zürich laufen war, waren es maximal 4 Kilometer). Mein Papa erwischte mich auf dem richtigen Fuß, als er anmerkte, dass in drei Monaten, im Oktober, wieder ein Halbmarathon in Bräunlingen stattfinde, wo er und meine Mama mitlaufen würden – und ich sei herzlich eingeladen, ebenfalls teilzunehmen. „Einen Halbmarathon, 21,1 km laufen, kann ich denn das?“ – das war natürlich mein erster Gedanke. Und dieser Gedanke hat mich auch die nächsten drei Monate begleitet. Auch wenn ich mich an diesem Abend noch nicht entschieden hatte, den Halbmarathon zu laufen, so habe ich es mir ernsthaft überlegt und begann zu trainieren. Mit einem Ziel vor Augen, in diesem Fall der Herausforderung Halbmarathon, trainiert es sich besser… da ich alles sehr ernst genommen habe, begann ich, Bücher über’s Laufen zu lesen, Krafttraining zu machen (das Fitnessstudio in meiner letzten Firma war dabei sehr hilfreich, genauso die Laufbänder), kaufte von Pulsuhr über Kleidung und Schuhe die volle Ausrüstung zusammen – und natürlich lief ich auch, langsam die Umfänge steigernd. Das Training begann zu wirken. Vor dem Halbmarathon in Bräunlingen war ich äußerst nervös. Aber ich schaffte es, den Lauf in meinem langsamen Wohlfühltempo zu bestreiten, hielt die 21 Kilometer durch während ich die Landschaft und Stimmung genoss und mich vom Publikum anfeuern lies, und so wurde mein erster Halbmarathon zu einem einzigartigen Erlebnis. Die ganze Veranstaltung hat mir so einen riesen Spaß gemacht, dass ich seitdem „angefressen“ war.

So hörte ich danach nicht auf zu laufen, sondern lief mehr, und länger. Ich schloss mich einem Lauftreff in Zürich an, sodass auch ein Teil meines Soziallebens (und zwei Jahre später ein Großteil) beim Laufen stattfand. In den folgenden Monaten ernährte ich mich auch automatisch gesünder, und ich versuchte, generell wenig zu essen. Zusammen mit dem Sport nahm ich bald mehr als 8 Kilo ab und fühlte mich wahnsinnig wohl. Zum ersten Mal in meinem Leben litt ich nicht mehr unter Gewichtsproblemen und fühlte mich nicht „zu dick“, wenn ich in den Spiegel schaute. Ein komplett neues Körpergefühl war das. Im Februar 2013 machte ich dann einen Marathon-Check beim Arzt, da ich schon Marathon laufen wollte. Eine Schnapsidee, das so früh tun zu wollen. Der Arzt wies mich zum Glück in Schranken und sagte mir, dass mein Körperfettanteil absolut gesehen immer noch relativ hoch sei und ich Muskeln aufbauen müsse. Das versuchte ich in den nächsten Monaten, natürlich während ich fleißig weiterlief. Und ich merkte auch, wie sich mein Körper weiter veränderte und fühlte mich immer kräftiger und leistungsfähiger. Nach vielen weiteren tollen Lauferlebnissen verbrachte ich eine Woche im Sommer in einem Laufcamp und finishte nach gewissenhafter Vorbereitung im Herbst meinen ersten Bergmarathon – ebenfalls überglücklich. Und ich lief auch danach weiter.

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Über die folgenden Höhen und Tiefen werde ich in einem anderen Beitrag berichten, ich sage immer, dass ich seit 3 Jahren eine sehr emotionale Beziehung mit dem Laufsport führe. Aber was ich nun noch schreiben will ist, dass ich gleichzeitig mit dem Laufen auch das schöne Gefühl kennen lernte, sich zu bewegen und körperlich fit zu sein. Und wie schön es ist, dies draußen zu tun. So lernte ich die Natur in all ihren Jahreszeiten kennen und lieben. Zudem bekam ich ein Gefühl für die Außentemperatur, Distanzen und Höhenunterschiede. Und da ich in der Schweiz wohnte, verliebte ich mich bald in die Berge. Aber auch schon die Nahumgebung bei mir in Zürich eröffnete mir eine neue Welt. Wie konnte ich die Wälder, Seen und Hügel im Umkreis von 10 Kilometern in ihrer Schönheit so lange ignorieren, frage ich mich. Ich weiß es nicht, jedenfalls haben mich die Entdeckung einer neuen Welt praktisch vor der Haustüre sowie ein neues Körpergefühl sehr geprägt und mir unglaublich viel Freude und Lebensqualität geschenkt. Und allen Gelegenheitsläufern empfehle ich schlichtweg, sich ein Ziel zu suchen, sprich, sich für einen Lauf anzumelden, darauf mit Plan zu trainieren und den Prozess sowie den Lauf zu genießen! Aber bitte nicht mit einem Marathon starten, auch ein 5-Kilometerlauf ist besser als ein Halbmarathon für den Anfang und bringt genauso viel Finisherglück.

Anmerkung zu meinem Training: ich bin zur Zeit im Training und habe meine Umfänge wieder gesteigert, allerdings trainiere ich bei Weitem nicht so ambitioniert wie im letzten Jahr. Vondaher habe ich auch körperlich viel weniger Probleme und auch mein rechtes Bein macht nur selten Faxen (auch wenn ich der Ursache für meine Probleme mit dem Bein nie auf die Spur gekommen bin).

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Last Sunday, the Schwarzwaldmarathon („Black Forest Marathon“) in Bräunlingen took place for the 48th time. I have been running the half marathon there for the 2nd time. Exactly three years ago, this run has been the first race I have ever participated in. For nostalgic reasons and as I happen to live in the Black Forest now, I absolutely wanted to run again this year. I had a great run, so that I felt grateful and happy when driving home after the event.

Everybody who knows me at least a little bit, is probably aware of the importance that running has for me. As various people have asked me to tell how I started running, I take this event as an occasion to write down my story.

I have been going for an official jog for the first time when I was a teenager. Every few months, in a burst of the thought „I need to lose weight“, I put on my running shoes and went either once or a few days in a row for a 30 minute run – in a pace close to walking. I hence did only very sporadic and short runs. I had shown by far too little endurance to be able see any noticeable results from this activity. But even before I began to run as I define it today, “running” was listed as a hobby in my CV. I am a little embarrassed about that today 😉

Well, back to the year 2012 and to the event that triggered my running love story: I was still living in Zurich and on a summer evening, my parents came to visit me. I told them very proudly during dinner that I had been running veeeery far this day (since I have been the owner of a heart rate monitor, I know that the distance I had run was 9k, and it probably took me around 1.5 hours to run that far. But on previous runs, I never made it further than 4k in total). My dad simply caught the right moment when he told me that in 3 months, a half marathon in Bräunlingen would take place that he and my mom would be running it – and of course, I was invited to participate as well. „A half marathon? 21.1k? Can I do this?“ – these questions came to my mind first. Though I did not take a decision to run that race that evening, I seriously considered trying out and started to train. With an aim in mind, in this case the challenge to run a half marathon, training goes a lot better …. As I took everything very seriously, I started to read a lot about running, did some strength training (the fact that there has been a fitness studio at my former company helped), bought a heart rate monitor and running equipment … and of course I ran as well, steadily increasing my mileage (I tried to do that in a very reasonable way). The training slowly showed effects. I felt well prepared for the half marathon but have also been very nervous before it. But I managed to run the whole race in a speed that felt comfortable for me and kept up to the end, enjoying the landscape and atmosphere, making this first race a very special experience for me. I felt so much joy that from this moment on, I have been completely enthusiastic about everything related tot he keyword „running“.

I hence did not stop running after my first half marathon – I ran more and longer. I joined an open running club in Zurich, and part of my social life (and two years later a LOT of my social life) took place while running. In the following months, I tried to eat healthier and in general less. Together with the sports, I soon lost more than 8 kilograms and felt really well. For the first time in my life, I haven’t been suffering from weight problems any more and did not feel too fat when looking in the mirror. In February 2013, I made a marathon-checkup, because I had already wanted to run a marathon. A really bad idea to make plans to do this that soon. The doctor luckily told me that I shouldn’t do this, because I did not yet have enough muscles and my body should have more time to adapt to all the sports I had started to do a few months ago (the percentage of my body fat was too high meaning that I needed to build muscles). I tried to do build muslces and eat well in the following months, and I steadily felt stronger and more powerful. After many more great running experiences, I spent a week of my summer holiday in the Swiss mountains in a running camp. And in September 2013, I did finish my first mountain marathon after a monthlong, serious training. This has been a highlight. And I kept running on … 

I will write about all the following heights and lows in another blog article. I use to say that I have had a pretty emotional relationship with the sports of running for the last three years. What I want to point out why running has become so important to me. Actually, you have to see this change of lifestyle in the bigger context: with the running, I discovered how great it is to be active and how it feels to be fit. Further, I discovered the nature, got a feeling for different temperatures, seasons, distances and altitudes. And as I have been living in Switzerland, I fell in love with the mountains as well. But even in the near surroundings in Zurich, I found a lot of interesting things: I still wonder how I could have ignored all the beautiful woods, lakes and hills in a radius of 10 kilometres from my home. Well, this discovery of a new world practially in front of my housedoor as well as a good body feeling brought a lot of joy and quality to my life. That’s why I strongly recommend to all occasional runners to search for an aim, meaning to sign up for a race and to train for it with a plan and to enjoy the process! But please don’t start with a marathon, a 5k-run might even be better than a half marathon for the start.

About my training: I actually am in training and increased my mileage during the last months, but as I am by far not training with as much ambition as I used to, my body feels alright and I usually don’t have problems with my right leg anymore (even if I never found out the source of my problems in the last year).

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finishing in 2012 …

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happy finishers in 2012

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fighting in 2015 … before the finish line

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the same three happy finishers in 2015

Über männliche Arbeitskraft – about male working force

Renovation, Thought

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Wie ich im letzten Artikel einleitend beschrieben habe, bin ich wirklich beeindruckt davon, mit welchem Geschick alle bisherigen Helfer hier angepackt haben. Besonders beeindruckt bin ich jedoch von jedem männlichen Wesen, und das aus einem bestimmten Grund: Männer haben einfach mehr Kraft als Frauen.

Das wurde mir hier permanent bewusst. Beim Badezimmerumbau, als es darum ging, die alten Fliesen von der Wand zu schlagen, wollte ich unbedingt auch mal ausprobieren, wie weit ich mit der Schlagbohrmaschine komme. Sogar weiter als gedacht, ich hab ein paar Fliesen abbekommen. Wie bei allen Tätigkeiten ist die Herangehensweise, das Finden einer geeigneten Taktik und in diesem Fall der Ansatzpunkt des Hammers an der abzuschlagenden Fliese enorm wichtig. Mitdenken sollte man bei allem, was man tut. Sobald sich der Gedanke „wo rohe Kräfte sinnlos walten“ auftut, läuft etwas in die falsche Richtung. Aber als ich mit der Schlagbohrmaschine in der Hand dastand, hätte ich mir einfach gewünscht, doppelt so viel Kraft zu haben, da die ganze Sache dann noch viel mehr Spaß gemacht hätte …denn mit gezielt eingesetzter Kraft kann man(n) auf so einer Baustelle schon ziemlich weit kommen.

Alle Männer, die hier bereits mitangepackt haben, haben mich wie gesagt durch die Kombination aus überlegtem Handeln, Geschick und Kraft überzeugt. Die Männer aus meiner Familie, sowie die starken Helfer Anfang Zwanzig, aber auch der Spediteur, der die Badezimmerlieferung mit seinem Hubwagen (oder der „Ameise“, wie er sein Gerät liebevoll genannt hat) in meine Garage befördert hat, der Herr, der mir meinen Balkenmäher abgekauft und aus der Garage transportiert hat und nicht zuletzt der Nachbar, der mit dem Traktor den Schotter brachte (Traktorfahren kann hier fast jeder, nur jemand wie ich, der mit seinem kleinen Auto überfordert ist, der staunt dabei einfach).

So ist es für mich übrigens schnell selbstverständlich geworden, jeglichen männlichen Helfer im Haus zu bekochen und ihm auch hinterherzuputzen. Derweil kann sich dieser den nächsten schweren Tätigkeiten widmen und das ist so schlichtweg die effizienteste Lösung. Mein Ziel ist ja, dass hier was vorangeht. Auch wenn ich mit 16 Jahren noch behauptet habe, dass ich als emanzipierte Frau niiieee für einen Mann kochen würde, ist das für mich nun kein Thema mehr (abgesehen davon macht mir Kochen ja mittlerweile auch Spaß. Putzen … na ja). Und ich fühle mich trotzdem noch als emanzipierte Frau. Das heißt ja nicht, dass wir Frauen nicht noch andere Fähigkeiten haben, als einen Haushalt schmeißen zu können. Zudem bringt Frau sein auch viele Vorteile. Und davon mal abgesehen, fühle ich mich als Frau sehr wohl, allein schon weil ich gerne Kleider und Schmuck trage – deshalb würde ich Frau sein auch nicht gegen männliche Stärke tauschen wollen.

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As I wrote in the introduction of my last article, I am truly impressed by how skilled all my helpers have been so far. And I am especially impressed by all male persons who lent a helping hand for one particular reason: men are simply stronger than women.

I am constantly confronted with this matter of fact. For example during the bathroom conversion, when the old tiles had to be beaten off the walls, I was keen on trying out how far I’d come with the percussion drill. Further than I thought, I teared some tiles down. And as for all activities, the approach is imporant, finding the right strategy, like in this case, the starting point of the hammer in the right angle behind the tile. It’s always good to think before you start doing something. As soon as you get the impression „where premival forces rule“ (in German, there is the sentence: „wo rohe Kräfte sinnlos walten“), something goes into the wrong direction. Well, when I was standing there with the percussion drill, I just wished I was twice as strong, because this would have been a lot more fun. With targeted force, you can get far during renovation works.

All men who helped here impressed me with a combination of well-considered action, manual dexterity and force. Starting with my dad and my brother, to the strong I had here for a while at the beginning of their twenties, to the freight forwarder of my bathroom interior or the guy who bought and loaded my huge mower (for large meadows) on his transporter, and last but not least the neighbor who drove the tractor (this is normal here, but for someone like me who does not even fully control a small car, this is impressive).

Hence, it has become the most natural thing for me to cook for all male helpers, bring them coffee or water or to clean after them. They can continue with the hard work in the meantime. This is simply the most efficient solution. And I do have an interest that things go on over here. Even if at the age of 16, I used to claim that I’d never ever cook for a man as an emancipated woman. Now I do and still think that I am an emancipated woman (I even enjoy cooking by now … cleaning not that much, though). That does not mean that women do not have other abilities than taking care of a household. Plus, being a woman has a lot of advantages. And apart from this, I love being a woman, simply because I like to wear dresses and jewelry – I wouldn’t want to change this for being stronger.

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Hilfe von der Cousine – help from the cousin

Renovation

Man könnte den Eindruck bekommen, ich hätte am laufenden Band tolle Leute und praktisch begabte Helfer im Haus. Das ist in der Tat so und ich schreibe das nicht nur, um mich einzuschmeicheln. Über den Besuch meiner Cousine Karin habe ich mich besonders gefreut. Das waren ziemlich produktive Tage, wie auf den Bildern zu sehen ist. Und auch sonst war was los: nebenbei hat sich Karin bei der spontanen Feuerwehrprobe in meinem Haus vom Balkon im 2. Stock retten lassen. Anschließend sind wir ebenfalls spontan zur Party im Ort gegangen, wo sie auch für Stimmung gesorgt hat.

Vor knapp einem Jahr hat mich Karin noch in Zürich besucht. Dort haben wir viel über Pläne, Projekte und Ideen gesprochen. Ich hatte ihr sogar die Anzeige von meinem jetzigen Haus im Internet gezeigt – etwas wehmütig, da ich das Haus zuvor angesehen hatte, aber nicht den Mut hatte, es zu kaufen … umso toller und irgendwie auch unglaublich, dass wir uns nun im Schwarzwald getroffen haben, wie ein Jahr zuvor kreativ mit Kürbis gekocht und dazu ausgewählten Wein getrunken haben (den hatte Karin bereits im letzten Jahr mitgebracht und da ist er sofort einer meiner Lieblingsweine geworden). Nur anstatt Wandern und Sightseeing wurde was geschafft! Vielen Dank für alles, liebe Karin!

One could get the impression that there are constantly great people and practically skilled helpers in my house. This is indeed true and I am not only writing this to ingratiate myself with everyone. So, next blog entry: My cousin Karin stepped by. We had quite productive days during her visit, as you can see on the pictures. Plus, Karin has been saved from the balcony in the upper floor at a spontaneous fire department rehearsal in my house. And we went to the equally spontaneous party in the village afterwards, where she ensured a great atmosphere.

Almost one year ago, Karin came to visit me Zurich. We have been talking a lot about ideas, plans and projects. I even showed her the advert of the house which is now mine on the internet, rather wistful, as I had seen it not long ago but not dared to buy it … so, it’s even more special and somehow unbelievable that we met in the Black Forest now! Just as last year, we have cooked creative stuff with pumpkin and drank selected wine (Karin already brought a bottle of it last year and it immediately became one of my favourite wines). The difference this year was only that we were working instead of hiking and doing sightseeing. Thanks a lot for everything, dear Karin! 

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Wir haben zunächst zusammen zwei Räume weiß gestrichen:

First, we painted two rooms:

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Vorbereitungen für das zukünftige grüne Gästezimmer. Einen Stuhl hat Karin in der gleichen Farbe und Musterung gestrichen:

Preparations for the future green guestroom. Karin further painted a chair in the same colour and pattern:

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Es wird immer herbstlicher:

The landscape is getting more and more autumnal outside:

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Feuerwehrprobe in meinem Haus:

Fire department rehearsal in my House:

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Was es braucht, um einen Spiegel und einen Wandhaken aufzuhängen: Plus Arbeitszeit von knapp zwei Stunden von zwei Frauen. Zu unserer Entschuldigung muss man sagen, dass es der Tag nach der Party war…

What it takes to hang up a mirror and a crochet: Plus the working time of two women of almost two hours. To our excuse, it was the day after the party …

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Aber wir haben’s geschafft. Und die ersten Gegenstände schmücken das himmelblaue Zimmer (das hab ich nicht selbst angemalt, sondern von einer netten Hobbykünstlerin gekauft).

But we finally got there. And the first items are in the skyblue room (I did not paint that myself, but bought it from a nice hobby artist).

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