Mein Gemüsegarten – my vegetable garden

House

Wie ich gestern erklärt habe, hatte ich große Lust, in dieser Saison meinen Gemüsegarten ein wenig zu bepflanzen. Da mir aber bewusst war, dass so ein Gemüsegarten ein sehr zeitintensives Hobby werden kann, habe ich auch von Anfang an gesagt, dass ich es doch recht locker seh, nicht den perfekten Garten brauche und auch nicht am Boden zerstört bin, wenn die Ernte nicht so reich wird. Ich versuch es halt mal, war das Motto.

Was das Gärtnern angeht völlig unbedarft, habe ich auch hier ein wenig Weichenstellung und Hilfe durch Papa angenommen, der ja in der ersten Maiwoche vor Ort war. Und das bringt mich als erstes zu der Geschichte über die Tomaten. Dass ich diese Saison überhaupt meine erste Tomate geerntet und gegessen habe, grenzt an ein Wunder. Eigentlich wollte ich ja gar keine Tomaten, da ich diese als sehr heikle und pflegebedürftige Gewächse in Erinnerung hatte, und ich wollte es ja praktisch angehen. Nun, da laut meinem Vater “das Tomatenhäuschen bei der Oma übrig war”, hat er es einfach mal mitgebracht und wir haben Anfang Mai Tomatenpflanzen in die Erde gesetzt. Die ersten drei Spaziergänger am gleichen Tag reagierten schockiert. Der Kommentar lautete immer: “Wir sind hier nicht am Bodensee” – Tomaten setzt man im Schwarzwald frühestens Ende Mai nach draußen. Nun gut, die Tomaten waren bereits drin. Auch wenn ich mir keine Hoffnungen machte, die erste Nacht hatten sie überlebt, das musste ich gleich am nächsten Morgen nachsehen. UIn der Rolle der Tomatenumsorgerin hatte ich mich im Voraus ja auch überaupt nicht gesehen, aber ich tat es dann doch: die Tomaten bekamen eine Sonderbehandlung, ich umwickelte sie bald mit Folie, um die Überlebenschancen zu erhöhen. Und gegossen hab ich sie auch mindestens jeden 2. Tag, da ja durch das Dach kein Regenwasser in den Boden kommt. Derzeit hängen einige grüne Tomaten an den Sträuchern, und nun mache ich mir doch wieder Hoffnung auf eine Ernte.

As I explained yesterday, I felt like starting my own vegetable garden this season. As I have been aware that such a garden can quickly become a time-consuming hobby, I said from the beginning that I would take it easy. And that I wouldn’t need to have the perfect garden and that I be okay with not getting a rich harvest. I’d just have a try.

Completely clueless with respect to gardening, I did also in this case accept some initial support from my dad who has been here the first week of May. And this leads me to the story about the tomatoes. It’s kind of a wonder that I have even been eating my first tomato this season. Actually, I didn’t want to grow tomatoes in the beginning as I know that they are in need of care and delicate plants. But as “the little tomato house did not serve any other purpose at my grandmother’s house” according to my father, he brought it to my place. And we planted some tomatoes in the garden at the beginning of May. The first people passing by all reacted the same way: they were truly shocked about what we did. The comment was: “We are not at the lake of Constance here”. You don’t plant tomatoes outside until end of May (at the earliest) in the Black Forest. The climate is rougher here. Well, at that point, the tomatoes had already been planted. And even if I did not have any hope, they survived their first night. I did not see myself in the role of the tomato-caretaker in advance, but I still did it: I covered them with foil to enhance their chances of survival. And I watered them every second day, as no rain comes through the roof. There are some green tomatoes on the tomato vines by now, I hope very much that I will be able to harvest them soon.

1.0

Der Garten Anfang Mai:

The garden at the beginning of Mai:

1.3

2

Der Garten im Juni. Es ist nicht alles an Ort und Stelle, aber es wächst.. Zwischen den Kartoffeln links kamen überall Ringelblumen (Erbe aus dem letzten Jahr) und im neu angelegten Blumenbeet rechts schossen noch viele Kartoffelsträucher (auch aus dem letzten Jahr) aus dem Boden.

The garden in June. Not everything grows excatly where it’s supposed to, but things grow. On the left-hand side, marigolds sprang up everywhere between the potatoes (a heritage from last year), and on the right-hand side, potatoes (also from last year) where growing in between the new flower area.

3

Na ja, die Geschichte mit den Kartoffeln ist weniger erbaulich. Da diese ja relativ unkompliziert im Anbau sein sollen, haben wir gleich mal einige Reihen Kartoffeln gepflanzt. Sie kamen ja ganz schön, aber irgendwann kamen auch die Kartoffelkäfer. Und ich hab zu spät reagiert. Auch wenn ich mittlerweile mehr Kartoffelkäfer geerntet habe als ich Kartoffeln ernten werde: Lektion gelernt. Und ich hab versprochen, dass ich nicht aufgebe und im nächsten Jahr einen neuen Versuch starte. Okay, mach ich.

Hier mal ein etwas anderes Vorher-Nachher-Bild 😉 :

Well, the story about the potatoes is unedifying. As they are supposed to be simple to grow, we planted many rows. The plants started to grow nicely, but so did the potato beetles. And I did not react immediately. Despite having collected more potato beetles than I will collect potatoes: it’s okay, lesson learned. And I promised to not give up and have another try next year. I will.

Now a before-after-picture that is a little different 😉 : 

4.2

Nun ein etwas erfreulicherer Anblick:

Now a more pleasing view:

5.2

Der Salat ist ein Traum (und das war der Spinat auch). Keine Läuse, keine Schnecken (bis auf die beiden Köpfe, die den Schnecken ganz zum Opfer gefallen sind). Eine von 4 Kohlrabis wurde auch was. Die anderen sind in der Mitte gesprungen (zu wenig Wasser, wie ich mir habe sagen lassen – sie werden im nächsten Jahr zusätzlich gegossen).

The salad is a dream (and so has the spinach been). No lice, no snails (except the two heads which completely fell victim to the snails). One of 4 kohlrabis is nice, too. The other ones cracked in the middle (too little water, as I have been told. They will get extra water next year).

6

In Bezug auf die Bohnen und Steckrüben habe ich noch große Hoffnungen.

I do have high hopes with respect to the beans and swedes.

9.2

Und bei den Zucchinis sehe ich auch noch ein gewisses Potential.

And I do see some potential in the zucchinis as well.

9.3

Johannisbeeren hatte ich ganz tolle. Nur: mein Plan ging nicht ganz auf. Ich wollte sie bis Donnerstag hängen lassen, damit ich für meinen Besuch am Wochenende einen Kuchen mit frischen Beeren backen kann. Heute musste ich feststellen, dass einige Beeren schon abgefallen waren. Etwas zu spät gekommen bin ich, als ich sie eben geerntet habe. Lektion gelernt (wieder eine).

I had beautiful currants. But: my plan did not work out too well. I wanted to keep them hanging on the bush until Thursday, in order to bake a cake with fresh berries for my guests on the weekend. I realized today that some berries had already fallen off. I have arrived a little too late when I just picked them. Lesson learned (one more).

9.4

9.5

Das offene Haus – the open house

Black Forest Lodge, House

Haustür

Als meine Haustüre diesen Herbst ausgehängt und neu gestrichen wurde, mutierte mein Haus im wahrsten Sinne des Wortes zu einem „offenen Haus“. Das erinnerte mich an einen Blogartikel, den ich schon länger im Hinterkopf hatte. Ich sage nämlich gerne, dass mein Haus ein offenes Haus sein soll. Es ist offen für Freunde und Familie, für Helfer, für Besucher, für Nachbarn … und natürlich auch in Zukunft für meine Gäste. Aber auch für Leute aus mehreren der eben genannten Kategorien zur gleichen Zeit – auch wenn es im Moment an vielen Stellen noch einer Baustelle gleicht. So sehr ich manchmal das Bedürfnis habe, alleine zu sein, ich liebe es, wenn in meinem Haus Leben durch die Gesellschaft anderer herrscht. Ich sehe dieses Haus als ein Ort des Austausches und der Inspiration, wo Menschen reden, lachen und diskutieren. Aber wo man sich auch zurückziehen kann, wenn man das Bedürfnis danach hat.

Einen essentiellen Teil nehmen die gemeinsamen Mahlzeiten ein, die ich mit allen etwas länger bleibenden Besuchern einnehme. Einen Abend bei selbstgekochtem Essen und einem Glas Wein zu genießen ist gemütlich. Zudem bringe ich dem ein oder anderen in diesem Rahmen auch gerne meine Motivation für dieses Projekt und was mich antreibt, näher. Und ich habe in den letzten Monaten schon viele grandiose Abende erlebt.

Gegenseitiger Respekt wird wohl die elementare Regel im Haus sein – aber keine Angst, ich plane nicht, an jeder Ecke ein Verbotsschild aufzuhängen 😉

Im gleichen Sinne wie ich es auf meiner Pilgerreise in ein paar Herbergen erlebt habe, kann ich mir auch vorstellen, ab und zu ein gemeinsames Abendessen mit meinen bzw. für meine zukünftigen Gäste anzubieten. Ich würde abens ein Gericht kochen, am Morgen ankündigen, was es sein wird, und dann kann man sich für’s Abendessen eintragen. Ich will aber kein Restaurant mit einer großen Karte spielen. Und um den Druck durch Erwartungen von mir zu nehmen, kann ich mir sogar vorstellen, das auf Spendenbasis laufen zu lassen. Was haltet ihr von dieser Idee? Ich bin gewillt, sie auszuprobieren und zu sehen, ob es sich rechnet und ob wir alle (die Gäste und ich) eine schöne Zeit verbringen.

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When my entrance door has been hung out this fall to be repainted, my house has literally been turned into „an open house“. And I have been reminded of a blog article that I had in mind: I usually say that my house shall be an open house. It is open for family and friends, for helpers, for visitors, for neighbours … and in the future for guests. Also for people from more categories at the same time – even if it is still partly a construction site at the moment. As much as I want and need to be on my own from time to time, I love to have people over and be in a house that is full of life. I see it as a place of exchange and inspiration, where people talk, laugh and discuss. But where people can also retire if they want to.

A fundamental part take common meals that I like to celebrate with whoever visits me and stays for a bit longer. Enjoying an evening with a self-cooked meal and with a glass of wine is nice. And at such an occasion, I also sometimes like to explain my motivation for this project and what drives me. And I already had so many great evenings in this house during the past months.

Mutual respect is probably the basic rule in the house – but don’t worry, I do not plan to hang up many prohibition signs 😉

In the same spirit I have discovered during my pilgrimage at several albergues, I think about offering common evening meals from time to time for all future guests. I would be cooking someting (one meal and I will announce it in advance in the morning) and people can sign up for it. I will not play a restaurant with a big menu. Further, I am thinking about doing this on a donation basis to keep pressure from big expectations from some people away from me. What do you think about this idea? I am willing to give it a try, see if it works out and if we (guests and me) will have a good time.

Haustür 2

The Haustüre bekommt einen neuen Anstrich – the entrance door getting a new coat

Meine Wohnung im Haus – my flat in the house

House, Renovation

Mitten in der Baustelle Haus sind nun meine drei ersten drei Wohnräume so gut wie fertig (bis auf die Türen, die erst zum Teil gestrichen sind. Und neue Fenster sind auch ein extra Thema). So kann ich euch eine kurze Führung durch diese geben. Starten wir mit meinem Lieblingsraum, dem Wohnzimmer. Bücher dürfen für mich in einem Wohnzimmer nicht fehlen:

In the middle of the construction side named house is a part of my own living space that is ready (except for the doors, which are only partly painted. And windows are another subject). And I am ready to give you a small tour. Let’s start in my favourite room, the living room. Books are an obligatory part of it in my opinion:

Wohnzimmer 1

Die Schaukelstuhlecke:

The rocking chair corner:

Wohnzimmer 2

Wie im ganzen Haus, will ich den Charakter trotz Renovierung erhalten, während ich gleichzeitig für einen frischen, modernen Touch sorgen will und einen Lebensbereich schaffen, in dem ich mich wohlfühle. Immer eine Gratwanderung. Der alte Tisch mit den Stühlen, der restauriert wurde, sollte ja bekannt sein. Zudem habe ich die Lampen gelassen, die für ein sehr schönes, warmes Licht sorgen und mir mittlerweile extrem gut gefallen. Und die alten Türen sind auch besonders (hier eine gestrichene):

My aim is to keep the character of the old house while renovating it and giving it a fresh, modern touch. And to create a space I feel comfortable in. Always a balancing act. You should know the old table and chairs. Plus, I have left the old lamps in the room giving a warm light. And the old doors are also special (here a painted one):

Wohnzimmer 3

Der erste Raum, der fertig war, ist das kleine Büro. Es besteht zum Großteil aus Möbeln aus meiner alten Wohnung. Vom Schreibtisch links im Bild kann ich gemütlich arbeiten und bloggen:

The office has been ready first. The furniture is mostly what I brought from my prior flat. I can comfortably work and blog from the desk on the left-hand side:

Büro

Und nun noch ein Blick in das Schlafzimmer. Hier habe ich ebenfalls einiges mitgebracht. Nur der große Kleiderschrank war bereits da:

And now a glimpse into the sleeping room. I brought most of the furniture for this room as well. Only the old, big wardrobe has already been in the room before:

Schlafzimmer 5

 

Wenn ich mir unter allen Bildern ein Lieblingsbild aussuchen müsste, dann wäre es Monets  Impression “soleil levant”. Dieses habe ich mir gerahmt gegönnt. Ich freue mich aber, dass ich mir nicht eines aussuchen muss und noch viele weitere Zimmer einrichten und dekorieren kann in diesem Haus!

If I had to choose my favourite painting ever, it would be Monet’s impression “soleil levant”. I made myself a treat and bought it framed. But I am more than happy that I don’t have to choose one picture and can decorate a lot more rooms in this house!

Schlafzimmer 4

Moving

House, Renovation

Umzug 1

Der Umzug ist gemacht und ich schreibe in der Tat schon aus meiner neuen Heimat! Geholfen haben mir in den letzten Tagen meine Eltern. Anders als sonst war der eigentliche Umzug nicht die größte Sache, sondern eher eine Kleinigkeit nebenbei. Es wurde nur der Umzugshänger zweimal schnell gepackt und ausgeladen. Wie immer eine Meisterleistung an Packkunst. Man muss dazu sagen, dass meine Eltern nicht zum ersten Mal mit Auto und Hänger angerückt sind, um mich umzuziehen 😉 Aber hoffentlich für eine lange Zeit zum letzten Mal.

I have moved home and write you from my new home! During the last days, my parents were helping me. Different to prior moves, the moving process itself has not been the main thing, rather some side-activity. The trailer for the car has simply been packed and unpacked twice. As always, a masterpiece of packing. One has to say that my parents haven’t been moving me for the first time 😉 But hopefully the last time for a long while.

Vor Ort: Kabel wurden verlegt. Dann die Tapete von den Wänden gelöst, wobei verschiedene Techniken ausprobiert wurden: der Dampfablöser, flüssiger Tapetenablöser – und manchmal half einfach nur Kraft:

“Sur place”: Cables were laid. Wallpapers have been removed using different techniques. Sometimes, only manpower proved to be efficient:

Umzug 2

Umzug 3

Umzug 8

Im Anschluss wurde gespachtelt. Tapeziert. Gestrichen. Und viel und gründlich geputzt. Die Waschmaschine wurde ausprobiert. Sie funktioniert! Die Mangel übrigens auch. Fazit: Ich hab nun alles, was ich zum Leben brauche und kann mich in zwei Räumen einrichten, auch wenn Vieles provisorisch ist. Der Anfang ist aber gemacht.

Afterwards, walls have been levelled out, wallpapered, and painted. And we cleaned a lot. The washing machine is working! By the way, the mangle as well. I do have everything I need to life and can start to settle in two rooms. The beginning has been made.

Umzug 7

Umzug 5

Umzug 6

Pausiert wurde nur sehr selten, aber meine Mama war so aktiv, dass ein Foto nur während einer kurzen Stärkung möglich war:

We only made very few breaks. But my mom was so busy that it was almost impossible to take a picture of her when working, so one from a short break:

Umzug 4

Nun waren die besorgten Eltern auch gleich die ersten Helfer, die mit angepackt haben. Dennoch soll das nie selbstverständlich sein: Tausend Dank Mama und Papa für alles, was ihr für mich getan habt. Zudem habe ich in den letzten Tagen wahnsinnig viel von euren handwerkerischen Fähigkeiten gelernt.

My worried parents have been the first people to help me here. Anyway, I don’t want to sound at all like I take this for granted. Thank you so much, mom and dad for everything you did for me. Plus, I have been able to learn a lot from your practical abilities.

“Decide that you want it more than you are afraid of it.” (Bill Cosby)

House, Thought

80

*** please scroll down for the English version of the text ***

Ich hab’s gemacht. Ich hab ein Haus gekauft. Ein Haus im Schwarzwald. Das ehemalige Bauernhaus / die Pension in der Region Freudenstadt. Einige von euch, die im letzten Jahr mit mir gesprochen haben, mögen sich an meine Ideen, Pläne und auch ganz konkret das Haus im Schwarzwald erinnern, von dem ich erzählt habe.

Die Geschichte begann letzten September, wo ich bei einer eher ziellosen Internetrecherche auf die Anzeige für das Haus aufmerksam wurde. Ich speicherte sie in meiner Favoritenliste ab. Rief nach ein paar Tagen die Maklerin an und bekam weitere, interessante Informationen. Wieder etwas Bedenkzeit später vereinbarte ich einen Besichtigungstermin für die Immobilie. Exakt eine Woche danach gleich nochmal einen, diesmal mit Papa im Schlepptau. Nun die große Frage: was mache ich, kaufen oder nicht kaufen? Ich war verwirrt – auch die Erstellung eines Finanzplans half mir nicht weiter. Einerseits gefiel mir das Objekt, die Umgebung und ich konnte mir sehr gut vorstellen, an genau diesem Ort damit zu beginnen, meine Ideen und die von mir beabsichtigte Lebensweise in die Tat umzusetzen. Begeisterung und Tatendrang wechselten sich aber mit Unsicherheit und einem Gefühl von Überforderung ab. Denn andererseits wurde mir bewusst, wieviel Arbeit, Kraft, Zeit und Geld in das Haus gesteckt werden muss, bis überhaupt an die Wiederaufnahme des Pensionsbetriebes zu denken ist. Ich habe mich zu diesem Zeitpunkt nicht getraut, das Haus zu kaufen. So arbeitete ich zunächst bis Januar 2015 bei meiner alten Firma weiter und beschloss in meiner Verwirrung, ab Ende Februar erst einmal für 2 Monate auf den Jakobswegen durch Frankreich und Spanien zu pilgern. Losgelassen hat mich das Haus in all den Monaten aber nie, ich habe regelmäßig nachgesehen, ob die Verkaufsanzeige noch online ist. Auch bevor ich auf den Jakobsweg gegangen bin. Ich wollte aber ganz frei aufbrechen und sagte mir, wenn das Haus noch da sein sollte, wenn ich wieder da bin, überlege ich es mir nochmal –  wenn nicht, dann soll es auch so sein. Nach einer Woche auf Reisen konnte ich es nicht lassen, die Anzeige wieder im Internet zu suchen. Sie war noch da, aber mit einem „RESERVIERT!!!“ im Titel. Also schloss ich mit der Sache ab und lief befreit den Jakobsweg. Als ich wieder zurück war, suchte ich die Anzeige nochmal. Das „reserviert“ war weg, aber der Preis für die Immobilie erhöht (außerhalb meines Budgets). Ohne mir irgendwelche Hoffnungen zu machen, rief ich die Maklerin in. Sie erklärte mir, dass in der Zwischenzeit wirklich fast jemand das Haus gekauft hätte, ein Notartermin war bereits vereinbart. Aber die Sache wurde in letzter Sekunde abgeblasen, da jemand kalte Füße bekam. Und was den höheren Preis angeht, so würde für mich der zuvor vereinbarte Preis noch gelten und ich könnte das Haus haben. Ich habe mich riesig gefreut. Die Unsicherheit war weg und mir war klar, dass ich nun nicht länger zögern würde. Das Haus hat auf mich gewartet. Nun bin ich mehr oder weniger offiziell Hausbesitzerin (der Notartermin ist durch, nur der Grundbucheintrag dauert noch ein wenig länger, es sollte aber alles klappen). Ich fühle mich glücklich und entspannt dabei, weil ich nun meine Energien konkret in ein Projekt stecken kann anstatt ohne Anhaltspunkt zu überlegen, mich zu rechtfertigen und zu zweifeln. Ich bin einen großen Schritt weiter.

Um meinen Freundeskreis und auch andere Interessenten über den Fortschritt der Renovierungsarbeiten, den Aufbau des Pensionsbetriebes und meinen Lebenswandel auf dem Laufenden halten zu können, schreibe ich einen Blog! Viel Spaß beim Lesen!

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I did it. I bought a house. A house in the Black Forest. The former farm house / guesthouse in the region of Freudenstadt. Some of you might remember my ideas, plans and also the house in the Black Forest I have been talking about.

The story began last September, where I came across the advert for the house while doing some rather erratic research on the internet. I saved it as a favourite in my link list. A few days later, I spoke with the estate agent and got interesting, additional information. A few days later again, I arranged a viewing appointment. Already another week later, I had a second viewing, this time accompanied by my dad. Afterwards, the big question: shall I buy the house or not? My financial planning didn’t help me. I felt confused. First of all, I liked the house very much, and I could see myself in there, starting to realize my ideas and living the kind of life I aspire. My feelings constantly changed between enthusiasm and an “I can do that”-attitute on the one hand, and insecurity and overwhelmedness by the thought to own such a big property on the other hand: I had become aware of how much energy, time and money needs to be put into this house before I could even think of reopening a small guesthouse business. I could not decide to buy the house at this point in time. So I kept working at my former company until the end of January 2015. And in my confusion, I decided to walk the „Camino de Santiago“ through France and Spain for the two following months. But I always kept thinking of the house, I regularily checked if the advert was still online. Also before I left for my pilgrimage. But I wanted to feel free before I left, so I told myself, if the house was still for sale afterwards, I would think about it again, if not, then would be alright as well. After one week on the camino, I checked already if the advert was still online. It was, but with a big „RESERVED !!!“ in the headline. This helped me to give this idea up and to walk the camino with free spirits. Two months later, back home, I checked the advert again. To my surprise, it was still online, without the reservation note, but for a higher price (out of my budget). Without any expectations, I called the estate agent once more. She explained me that the house had indeed almost been sold inbetween (an appointment with the notary had been agreed, but in the last minute, somebody got cold feet). And with respect to the higher price, she told me that I could buy the house for the price we had previously agreed on. I felt incredible joy. The insecurity was gone, I just wanted to buy the house. It had been waiting for me. Now, I am already more or less the official owner (the notary appointment took place this week and the rest of the administrative stuff should all work out). I feel happy and relaxed to now be able to put all my energies into a concrete project instead of thinking, explaining, searching and justifying myself without any reference point. I took a big step.

In order to inform my circle of friends and whoever is interested on the progress with the renovation works, the journey to hopefully reopening the guesthouse and my way of living, I write this blog. I hope you enjoy reading it!

Fotos 1