My running love story

Sports

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Wie  ich zum Laufen kam und wie es zu meiner Lieblingsbeschäftigung wurde, darüber habe ich bereits erzählt. Dieses Mal will ich erklären, warum ich das Laufen so liebe. Und in einem dritten Artikel in dieser Reihe werde ich noch irgendwann berichten, warum ich auch gerne an Wettkämpfen teilnehme.

Ich pflege ja zu sagen, dass ich seit 3,5 Jahren eine sehr emotionale Beziehung mit dem Laufsport führe. Die Phase der anfänglichen Verliebtheit hat ganze zwei Jahre angehalten (und damit um ein Vielfaches länger als jede vorhergehende Beziehung, die ich hatte).

Ich glaube, dass das Laufen irgendwie am besten meinem Freiheitsbedürfnis entspricht (bevor ich im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Laufen begann, war ich immer schon gut im Weglaufen, wenn mich jemand oder etwas in meiner Freiheit eingeschränkt hat 😉 ). Man kann so ziemlich überall laufen, wann man will und so schnell oder langsam wie es einem beliebt. Laufen ist zuallererst ein Individualsport und keine typische Teamsportart wie sämtliche Ballsportarten (auch wenn man es in der Gruppe tun kann). Man läuft mit und gegen sich selbst. Laufen kann frei machen –einen nicht allzu steilen Hügel runterzurennen kann sich wie Fliegen anfühlen … leicht und frei.

Wenn um 8 Uhr morgens bereits feststehen soll, dass ein Tag ein guter Tag ist, dann gehe ich direkt nach dem Aufstehen eine kurze Runde laufen. Nachdem ich mich erfolgreich dazu motivieren konnte (direkt nach dem Aufstehen in die Laufklamotten zu schlüpfen und vor die Türe zu gehen kostet mich immer ein wenig Überwindung), geht’s mir immer super. Ich fühle mich voller Energie, lebendig und glücklich. Und wenn ein Tag so beginnt, dann ist es sehr viel einfacher, während des ganzen Tages glücklich und entspannt zu bleiben, komme was wolle. Zudem schmeckt das Frühstück nach einem Nüchternlauf doppelt so gut wie sonst.

Mit „lebendig“ habe ich eben ein Schlüsselwort erwähnt. Wenn ich laufe, fühle ich mich LEBENDIG. Das ist nach dem Wort FREI das treffendste Wort. Lebendig, da mein ganzer Körper aktiv ist. Bei der Laufbewegung wird auch wirklich der gesamte Bewegungsapparat in einer gleichmäßigen Bewegung aktiviert. Den eigenen Körper zu spüren ist natürlich auch immer mit Anstrengung verbunden, aber das ist ein unerlässlicher Teil des Deals. Wie von einigen Studien bewiesen (und von vielen Sportlern bestätigt), wird das Gehirn bei körperlicher Aktivität ebenfalls angeregt. Während des Laufens kommen mir zum Teil tolle Ideen, manchmal plane und strukturiere ich meinen Tag, und manchmal gelingt es mir auch, komplett abzuschalten und den Moment intensiv zu genießen. Dieses „sich lebendig fühlen“ ist einerseits mit der körperlichen Bewegung verbunden, andererseits aber auch mit der Tatsache, dass man draußen an der Natur ist. Nur ich und die Natur um mich herum, das mag ich am liebsten. Denn durch die Natur und die verschiedenen Wettereinflüsse werden weitere Lebensgeister erweckt. Es ist so schön und erfrischend, wenn man spürt, wie einem Regentropfen ins Gesicht fallen – oder den Wind im Rücken zu haben (und den Unterschied bei Gegenwind zu erleben). Die frische Luft morgens an heißen Sommertagen lässt einen anders atmen. Und es ist auch einfach ein unbeschreiblich tolles Gefühl, in Shorts und T-Shirts leicht bekleidet zu rennen, und die Sonne und den Wind direkt auf der Haut zu spüren. Und durch ein unberührtes, schneebedecktes Winterparadies zu traben ist auch genial – ich denke, dass viel von unseren Freuden gleichen Ursprungs sind wie die gemeinhin als kindlich und unbeschwerte bezeichnete Freude –draußen rumzulaufen, sich zu bewegen und zu lachen ist einfach.

Ich liebe also zweifellos den Akt des Laufens, das Puristische daran durch die vollständig natürlichen Bewegungsabläufe und den „Flow-Zustand“, in den man manchmal eintaucht. Ja, und glaube daran, dass wir zum Laufen geboren sind (wie im gleichnamigen Buch zu beweisen versucht wird) und dass es uns glücklich macht. Meine Laufgeschichte bringt wahnsinnig viele Highlights mit sich, einmalige Erlebnisse, spaßige Wettkämpfe, und interessante Begegnungen. Aber natürlich gibt es auch solche Läufe, bei denen es eben einfach nicht so „laufen will“, wenn meine Beine am Boden kleben zu scheinen und ich mich eher wie ein Elefant als wie ein fliegender Vogel beim Bergablaufen fühle. Aber das Gute an einem schweren Lauf ist immer, dass man es hinterher nicht bereuen wird und sehr stolz auf sich sein kann. Und das kann man sich auch währenddessen schon sagen. Meine einzige richtige Krise in meiner Beziehung mit dem Laufen hatte ich letzten Herbst, als ich mein Marathontraining abgebrochen habe, weil es mir beim Training einfach nicht mehr so wirklich gut ging, ich Probleme mit der Wade bekam und auch der Spaß zeitweise nachließ. So habe ich die ehrgeizigen Marathonpläne erst mal an den Nagel gehängt. Aber durch bin ich mit der Sache noch nicht, irgendwann will ich auch das ernsthafte Training wieder aufnehmen, da bin ich mir sicher. Nur, und das ist mir viel wichtiger, ich will (sofern möglich) mein ganzes Leben eine Läuferin bleiben. Und das wegen der Freude an der Sache selbst. Laufen als Lebensstil, als Therapie und einfach als eine der schönsten und natürlichsten Beschäftigungen, die es gibt. Und auf den Titel dieses Beitrags zurückzukommen, ich möchte mein Leben lang eine Beziehung mit dem Laufsport führen (auch wenn sie nicht immer unbedingt so intensiv und emotional bleiben muss).

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I have already been writing about how I started to run and how it became my favourite activity. This time, I want to explain why I love it so much – my personal running love story. In a third article in this row, I will elaborate on why I like to participate in races.

I use to say that during the last 3,5 years, I have had a very emotional relationship with the sports of running. The phase of first infatuation until I have had a first crisis lasted about two years (by far longer than in any relationship that I have had before).

I think that the sports of running kind of meets my need for freedom (before I litterally started to run, I have always been good at running away in the figurative sense as soon as somebody or something restricted my freedom 😉 ). You can run pretty much everywhere, whenever you want, as long and as fast or slow as you want. It is first of all an individual sport and not a typical teamsport like any ball sport (though you can perform it together in a group). You run with and against yourself. Running can set you free – running down a not too sharp hill feels like flying … light and free.

If I want to make a day a great day by 8 o’clock in the morning, I go running directly after standing up. It’s a great feeling afterwards – if I have successfully motivated myself to do this (it’s always a bit hard before you start). But after such a short early morning run, I feel awake, energetic, alive and happy. And with such a start, it’s much easier to remain happy throughout the day. Plus, coffee and breakfast taste twice as good.

Alive is the buzzword I just mentioned. When I run, I feel ALIVE. That’s the best word to describe it (after the word FREE). Alive because my whole body is in motion. And when you run, you truly activate all parts of your body. This feeling the own body is always related to some effort, but this is a indispensable part to also feel so good. As it has been proven by studies (and many people doing sports say so), when you activate your body, your brain is activated at the same time. I sometimes have good ideas while running and other times, I am perfectly able to structure my daily or weekly schedule. And sometimes I am able to disconnect and just enjoy the moment. This „feeling alive“ is on the one hand related to the movement of the body, and on the other hand to being outside and so close to the nature. Just me and the nature – I like that best. Experiencing nature and the influences of the weather awaken the spirits as well. It’s so good and refreshing to feel the raindrops falling on your face, to feel the wind in your back (and the difference when it works against you). The fresh air on summer days in the early morning lets you breathe differently. And it’s amazing to run in shorts and a t-shirt and to feel the sun and the wind directly on your skin. And running through an untouched winter-wonderland is an amazing experience as well – I think much of our joy has the same source as these pleasures related to „childlike“ and „naive“ – running around and moving and laughing is easy.

So, I undoubtedly love the act of running, its pure and natural movements and the flow that you sometimes immerse into during a run. I believe that we are born to run (like stated in the famous book with the same title) and that it makes us happy. During my running story, I have had an awful lot of highlights, amazing runs, fun races and interesting encounters, but of course also some rather bad runs when my legs just didn’t want to get off the ground and I rather felt like an elephant than like a bird „flying downhill“. But the good thing is that you can always tell yourself during a hard run: I will not regret this and feel so proud and good when it’s over. I have had my only serious crisis with running last year, when I trained for a marathon and I just didn’t feel so well with it anymore and got problems with my leg. It wasn’t that fun anymore. So I gave up that ambitious marathon training. I will take it up again at some point, but more importantly, I always want to keep the joy of running – for the fun of the activity itself. As a lifestyle, as a therapy and as one of the most beautiful and natural activities ever. To come back to the title of this article, I want to make this relationship one that lasts my whole life if possible (though I will leave open how intense and emotional it will be).

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P.S.: Wer Motivation für einen Morgenlauf (oder wann auch immer) in Form eines Videos will:

P.S.: This is for those want motivation for a morning run (or whenever you want) in form of a video:

P.S.: Frohe Weihnachten!

P.S.: Merry Christmas!

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Der erste Schnee(-lauf) – the first snow (run)

Black Forest, Sports

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Der Schwarzwald ist bekannt für schneereiche Wintermonate. Letzten Samstag wurde der erste Schneefall angekündigt. Morgens konnte ich es bei Sonnenschein noch nicht glauben, dass es später schneien würde. Doch der Blick aus dem Fenster am Nachmittag war eindeutig – das sah schwer nach Schnee aus, der auch liegen bleibt:

The Black Forest is famous for snowy winter months. Last Saturday, the first snowfall has been announced. I couldn’t believe that it would snow later this day when the sun shone in the morning. But a glimpse out of the window in the afternoon was conclusive – it looked like snow that would remain (not only a few flakes diappearing again after an hour):

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Mein Verhältnis zum Schnee und Winter ist zwiegespalten: einerseits haben mir bereits viele Leute vorgeschwärmt, wie idyllisch es hier im Winter sei. Andererseits habe ich Respekt vor dem Schnee und Eis im Alltag, insbesondere beim Autofahren (ins Schneeschippen vor dem Haus finde ich mich langsam rein, das ist in Ordnung). Heute habe ich bei einem kleinen Lauf erst mal die weiße Landschaft genossen. Was für ein Traum – ich bin genauso enthusiastisch wie nach meinem ersten Lauf im Juni diesen Jahres in der neuen Heimat. An diesem Punkt lasse ich die Fotos weitersprechen:

My relation to snow is twofold: on the one hand, many people have told me how idyllic everything looks like in winter. On the other hand, I do have respect of the snow and ice in everyday life, especially when it comes to driving my car (I am slowly getting into snow shoveling in front of the house, that’s okay). Today, I enjoyed the beautiful white landscape during a short run. Heavenly – I am as enthusiastic as after my first run in June this year around my new home. I let the pictures keep on talking at this point:

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Zurück aus New York – back from New York

Sports

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Auch jetzt wo es vorbei ist, kann ich’s manchmal noch nicht fassen: Ich habe eine Reise zum diesjährigen New York Marathon gewonnen. Ich habe an einem Wettbewerb der Firma Bauerfeind teilgenommen, im Rahmen dessen man ein Bild von sich, laufend in einem Flow-Moment einreichen konnte – und ich war die glückliche Gewinnerin (Hier klicken, um das Bild zu sehen)!

Den meisten Läufern sagt der New York Marathon etwas, einer der größten und bekanntesten weltweit. Auch mir hat er etwas gesagt, aber ich habe mich dieses Jahr bewusst für einen anderen Lebensstil entschieden und mir war auch bewusst, dass dieser erst mal keine Fernreisen beinhalten würde … und im gleichen Jahr gewinne ich eine Reise nach New York. Einfach nur UNGLAUBLICH. Und natürlich habe ich für sowas auch mein Haus für eine Woche alleine gelassen (sonst bin ich da im Moment schwer herauszubekommen). Und ich hab ja nicht nur eine Reise gewonnen, nein, ich hab auch tolle Leute treffen dürfen (hi Maria, Sandra, Jörg and Ciça), hatte großartige Fotoshootings (auch nichts gerade alltägliches für mich ;-)) und habe personalisierte Kompressionsstrümpfe bekommen. Vielen Dank, Bauerfeind!

Now that it’s over I still sometimes can’t believe it actually happened: I have won a trip to this year’s marathon in New York as I took part in a competition by Bauerfeind where you could hand in a picture of you running while being in a flow moment – and I have been the lucky winner (Click here for the picture).

Most runners know this marathon, which is one of the largest an most famous ones in the world. I’d heard about it as well, of course. But as I deliberately chose to move to the countryside this year, there were of course no long-distance travels planned within the lifestyle … and in the same year, I win an amazing trip to New York! Just INCREDIBLE. And of course, I left my house on its own for a week for this trip (though it’s hard to get me out of it under normal circumstances). And I did not only win this trip, I further met great people (hi Maria, Sandra, Jörg and Ciça), had incredible photoshootings (nothing usual for me ;-)) and got some personalized compression socks. Thank you so much, Bauerfeind!

Meine Mama träumte schon länger von New York und dem Marathon. Während wir an einem Sommertag in meiner Garage Türen strichen, meinte sie im Spaß, dass ich ihr dafür eine gemeinsame Reise schulden würde. Zwei Wochen später gewann ich meine Reise. Und da alles geklappt hat, kam und lief sie mit und wir verbrachten auch noch 3 Tage nach dem Marathon im lebendigen New York (ohne Marathon-Fokus).

My mom had been dreaming of going to New York and maybe running the marathon quite a while. Once while we were painting doors in my garage, she said joking that I’d owe her a journey together for what she’s doing right now. Two weeks later, I won my trip. This was the occasion, so she joined me (and we spent 3 more days in New York after the race).

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Der Marathon war eine einzigartige Erfahrung (man weiß ja nie im Voraus, wie so ein Marathon wird – den Spruch habe ich mir von dir gemerkt, Karin!). Und ich habe noch nie bei einem so großen Event mit mehr als 50.000 Teilnehmern mitgemacht. Die Atmosphäre war der Hammer und die New Yorker sind einfach unglaublich, was das Anfeuern angeht. Den Marathon selbst fand ich recht hart, nach 2 Bergmarathons und einem Städtemarathon die erste Erfahrung dieser Art, wo ich wirklich gelitten habe zwischendrin. Aber es war auch eine Erfahrung, die für viele Leute normal ist für einen Marathon. Und genießen konnte ich es trotzdem und im Ziel auch lächeln.

The marathon has been a unique experience. I never took part in such a big event (over 50.000 runners!). The atmosphere was indeed gigantic, New Yorkers cheer like nobody else. Wow! The race, though, has been a rather tough experience for me. It was after two mountain marathons and one city marathon the first “really tough” marathon I experienced that included some more suffering. But that was an experience as well as I read so much about this before and never felt like that during a marathon (the man with the hammer and barely being able to walk stairs two days afterwards). And I enjoyed it at the same time and could smile afterwards.

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Die erste Wanderung – the first hike

Black Forest, Sports

Der Schwarzwald ist ein Top-Wandergebiet. Die Natur ist vielseitig und an vielen Stellen atemberaubend, und die Infrastruktur ist exzellent: es gibt eine Vielzahl an ausgeschilderten Wanderrouten und Bänkchen laden überall entlang der Wege zum Verweilen ein. Obwohl ich mir der Tatsache schon lang bewusst bin, hat es eine Weile gedauert, bis ich das mal selbst erlebt habe und zur ersten offiziellen Wanderung aufgebrochen bin. Die hat dann aber noch dieses Jahr in der Herbstlandschaft stattgefunden. Es hat sehr gut getan, mal langsam durch die Gegend zu wandern, wobei viele Gedanken an die große Wanderung (die Pilgerreise) am Anfang dieses Jahres hochkamen und ich auch Zeit hatte, anderen Gedanken nachzuhängen. Auf der ersten Hälfte der Wanderung bin ich auch keinem Menschen begegnet, genauso wie ich es mag. Ich bin übrigens die letzte der 5 Etappen des Seensteigs gewandert, von Schönmünzach nach Baiersbronn. Abends war ich hundemüde vom Tag an der frischen Luft, aber sehr glücklich und ausgeglichen.

The Black Forest is a great area to hike. Nature is diverse and stunning, but the infrastructure is also perfect, with lots of signpostings for hiking routes and benches to rest everywhere. Despite having been aware of this fact, it took me a while to experience it all, until I went for my first official hike here. Maybe the last one this year as well, but I have still been able to wander through the autumnal landscape, in a slow pace and with a lot of memories from the big hike (the pilgrimage at the beginning of the year) and other thought coming up. I didn’t cross anybody for the first three hours, just as I like it. I’ve decided to do the last one of a hiking tour in 5 stages called “Seensteig” and walked from Schönmünzach to Baiersbronn. I have been really tired from a day spent outside, but balanced and happy. 

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Ungefähr auf halber Strecke kommt der Huzenbacher See:

In the middle, you come across the Huzenbacher See: 

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Und nach einem Aufstieg hat man einen schönen Blick auf den See:

Then you climb up to get a view on the lake:

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Und dann geht’s auf schönen Waldwegen durch’s Tonbachtal zurück:

Afterwards it goes down again through the Tonbachtal along beautiful trails in the middle of the forest:

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Wie das Laufen zu meiner Lieblingsbeschäftigung wurde – how running became my favourite activity

Sports

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Am vergangenen Sonntag fand in Bräunlingen der Schwarzwaldmarathon zum 48. Mal statt. Ich lief den Halbmarathon dort zum zweiten Mal. Vor genau drei Jahren war genau dieser Lauf das erste Rennen, an dem ich teilnahm. Aus Nostalgie und weil ich lustigerweise nun im Schwarzwald wohne, wollte ich mir das Event dieses Jahr keinesfalles entgehen lassen und nahm wieder ein wundervolles Lauferlebnis mit, was mich heute dankbar und glücklich stimmt.

Jeder der mich ein wenig kennt, weiß, wie wichtig mir das Laufen ist. Und da ich auch schon öfter gefragt wurde, wie ich zum Laufen kam, nehme ich dies zum Anlass, meine Geschichte zu erzählen:

Zum ersten Mal zum joggen gegangen bin ich als Teenager. Alle paar Monate habe ich in einem Anfall von „ich muss abnehmen“ meine Laufschuhe geschnürt und bin einmal oder an ein paar Tagen hintereinander 30 Minuten gelaufen, in einem Tempo, das der Walkinggeschwindigkeit sehr nahe kommt. Also immer nur sehr sporadisch und sehr kurz Zu wenig ausdauernd, als dass man irgendwelchen Fortschritt hätte bemerken können. Dennoch stand „joggen“ schon immer in meinem Lebenslauf, was mir heute etwas peinlich ist, wenn ich an die Zeit zurückdenke, die mehr als 3 Jahre in der Vergangenheit zurückliegt 😉

Nun gut, zurück ins Jahr 2012, als ich noch in Zürich wohnte und der Auslöser für mein gezieltes Lauftraining kam. An einem Sommertag habe ich mal wieder einen „Lauf-Anlauf“ gemacht. Abends waren zufälligerweise meine Eltern zu Besuch. Denen erzählte ich ganz stolz, dass ich morgens meeegaweit gelaufen war (seit ich die Pulsuhr habe, weiß ich, dass es 9 km waren. Auch wenn ich damals sicher 1,5 h für diese Distanz gebraucht habe, immerhin. Die paar Mal, die ich davor in Zürich laufen war, waren es maximal 4 Kilometer). Mein Papa erwischte mich auf dem richtigen Fuß, als er anmerkte, dass in drei Monaten, im Oktober, wieder ein Halbmarathon in Bräunlingen stattfinde, wo er und meine Mama mitlaufen würden – und ich sei herzlich eingeladen, ebenfalls teilzunehmen. „Einen Halbmarathon, 21,1 km laufen, kann ich denn das?“ – das war natürlich mein erster Gedanke. Und dieser Gedanke hat mich auch die nächsten drei Monate begleitet. Auch wenn ich mich an diesem Abend noch nicht entschieden hatte, den Halbmarathon zu laufen, so habe ich es mir ernsthaft überlegt und begann zu trainieren. Mit einem Ziel vor Augen, in diesem Fall der Herausforderung Halbmarathon, trainiert es sich besser… da ich alles sehr ernst genommen habe, begann ich, Bücher über’s Laufen zu lesen, Krafttraining zu machen (das Fitnessstudio in meiner letzten Firma war dabei sehr hilfreich, genauso die Laufbänder), kaufte von Pulsuhr über Kleidung und Schuhe die volle Ausrüstung zusammen – und natürlich lief ich auch, langsam die Umfänge steigernd. Das Training begann zu wirken. Vor dem Halbmarathon in Bräunlingen war ich äußerst nervös. Aber ich schaffte es, den Lauf in meinem langsamen Wohlfühltempo zu bestreiten, hielt die 21 Kilometer durch während ich die Landschaft und Stimmung genoss und mich vom Publikum anfeuern lies, und so wurde mein erster Halbmarathon zu einem einzigartigen Erlebnis. Die ganze Veranstaltung hat mir so einen riesen Spaß gemacht, dass ich seitdem „angefressen“ war.

So hörte ich danach nicht auf zu laufen, sondern lief mehr, und länger. Ich schloss mich einem Lauftreff in Zürich an, sodass auch ein Teil meines Soziallebens (und zwei Jahre später ein Großteil) beim Laufen stattfand. In den folgenden Monaten ernährte ich mich auch automatisch gesünder, und ich versuchte, generell wenig zu essen. Zusammen mit dem Sport nahm ich bald mehr als 8 Kilo ab und fühlte mich wahnsinnig wohl. Zum ersten Mal in meinem Leben litt ich nicht mehr unter Gewichtsproblemen und fühlte mich nicht „zu dick“, wenn ich in den Spiegel schaute. Ein komplett neues Körpergefühl war das. Im Februar 2013 machte ich dann einen Marathon-Check beim Arzt, da ich schon Marathon laufen wollte. Eine Schnapsidee, das so früh tun zu wollen. Der Arzt wies mich zum Glück in Schranken und sagte mir, dass mein Körperfettanteil absolut gesehen immer noch relativ hoch sei und ich Muskeln aufbauen müsse. Das versuchte ich in den nächsten Monaten, natürlich während ich fleißig weiterlief. Und ich merkte auch, wie sich mein Körper weiter veränderte und fühlte mich immer kräftiger und leistungsfähiger. Nach vielen weiteren tollen Lauferlebnissen verbrachte ich eine Woche im Sommer in einem Laufcamp und finishte nach gewissenhafter Vorbereitung im Herbst meinen ersten Bergmarathon – ebenfalls überglücklich. Und ich lief auch danach weiter.

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Über die folgenden Höhen und Tiefen werde ich in einem anderen Beitrag berichten, ich sage immer, dass ich seit 3 Jahren eine sehr emotionale Beziehung mit dem Laufsport führe. Aber was ich nun noch schreiben will ist, dass ich gleichzeitig mit dem Laufen auch das schöne Gefühl kennen lernte, sich zu bewegen und körperlich fit zu sein. Und wie schön es ist, dies draußen zu tun. So lernte ich die Natur in all ihren Jahreszeiten kennen und lieben. Zudem bekam ich ein Gefühl für die Außentemperatur, Distanzen und Höhenunterschiede. Und da ich in der Schweiz wohnte, verliebte ich mich bald in die Berge. Aber auch schon die Nahumgebung bei mir in Zürich eröffnete mir eine neue Welt. Wie konnte ich die Wälder, Seen und Hügel im Umkreis von 10 Kilometern in ihrer Schönheit so lange ignorieren, frage ich mich. Ich weiß es nicht, jedenfalls haben mich die Entdeckung einer neuen Welt praktisch vor der Haustüre sowie ein neues Körpergefühl sehr geprägt und mir unglaublich viel Freude und Lebensqualität geschenkt. Und allen Gelegenheitsläufern empfehle ich schlichtweg, sich ein Ziel zu suchen, sprich, sich für einen Lauf anzumelden, darauf mit Plan zu trainieren und den Prozess sowie den Lauf zu genießen! Aber bitte nicht mit einem Marathon starten, auch ein 5-Kilometerlauf ist besser als ein Halbmarathon für den Anfang und bringt genauso viel Finisherglück.

Anmerkung zu meinem Training: ich bin zur Zeit im Training und habe meine Umfänge wieder gesteigert, allerdings trainiere ich bei Weitem nicht so ambitioniert wie im letzten Jahr. Vondaher habe ich auch körperlich viel weniger Probleme und auch mein rechtes Bein macht nur selten Faxen (auch wenn ich der Ursache für meine Probleme mit dem Bein nie auf die Spur gekommen bin).

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Last Sunday, the Schwarzwaldmarathon („Black Forest Marathon“) in Bräunlingen took place for the 48th time. I have been running the half marathon there for the 2nd time. Exactly three years ago, this run has been the first race I have ever participated in. For nostalgic reasons and as I happen to live in the Black Forest now, I absolutely wanted to run again this year. I had a great run, so that I felt grateful and happy when driving home after the event.

Everybody who knows me at least a little bit, is probably aware of the importance that running has for me. As various people have asked me to tell how I started running, I take this event as an occasion to write down my story.

I have been going for an official jog for the first time when I was a teenager. Every few months, in a burst of the thought „I need to lose weight“, I put on my running shoes and went either once or a few days in a row for a 30 minute run – in a pace close to walking. I hence did only very sporadic and short runs. I had shown by far too little endurance to be able see any noticeable results from this activity. But even before I began to run as I define it today, “running” was listed as a hobby in my CV. I am a little embarrassed about that today 😉

Well, back to the year 2012 and to the event that triggered my running love story: I was still living in Zurich and on a summer evening, my parents came to visit me. I told them very proudly during dinner that I had been running veeeery far this day (since I have been the owner of a heart rate monitor, I know that the distance I had run was 9k, and it probably took me around 1.5 hours to run that far. But on previous runs, I never made it further than 4k in total). My dad simply caught the right moment when he told me that in 3 months, a half marathon in Bräunlingen would take place that he and my mom would be running it – and of course, I was invited to participate as well. „A half marathon? 21.1k? Can I do this?“ – these questions came to my mind first. Though I did not take a decision to run that race that evening, I seriously considered trying out and started to train. With an aim in mind, in this case the challenge to run a half marathon, training goes a lot better …. As I took everything very seriously, I started to read a lot about running, did some strength training (the fact that there has been a fitness studio at my former company helped), bought a heart rate monitor and running equipment … and of course I ran as well, steadily increasing my mileage (I tried to do that in a very reasonable way). The training slowly showed effects. I felt well prepared for the half marathon but have also been very nervous before it. But I managed to run the whole race in a speed that felt comfortable for me and kept up to the end, enjoying the landscape and atmosphere, making this first race a very special experience for me. I felt so much joy that from this moment on, I have been completely enthusiastic about everything related tot he keyword „running“.

I hence did not stop running after my first half marathon – I ran more and longer. I joined an open running club in Zurich, and part of my social life (and two years later a LOT of my social life) took place while running. In the following months, I tried to eat healthier and in general less. Together with the sports, I soon lost more than 8 kilograms and felt really well. For the first time in my life, I haven’t been suffering from weight problems any more and did not feel too fat when looking in the mirror. In February 2013, I made a marathon-checkup, because I had already wanted to run a marathon. A really bad idea to make plans to do this that soon. The doctor luckily told me that I shouldn’t do this, because I did not yet have enough muscles and my body should have more time to adapt to all the sports I had started to do a few months ago (the percentage of my body fat was too high meaning that I needed to build muscles). I tried to do build muslces and eat well in the following months, and I steadily felt stronger and more powerful. After many more great running experiences, I spent a week of my summer holiday in the Swiss mountains in a running camp. And in September 2013, I did finish my first mountain marathon after a monthlong, serious training. This has been a highlight. And I kept running on … 

I will write about all the following heights and lows in another blog article. I use to say that I have had a pretty emotional relationship with the sports of running for the last three years. What I want to point out why running has become so important to me. Actually, you have to see this change of lifestyle in the bigger context: with the running, I discovered how great it is to be active and how it feels to be fit. Further, I discovered the nature, got a feeling for different temperatures, seasons, distances and altitudes. And as I have been living in Switzerland, I fell in love with the mountains as well. But even in the near surroundings in Zurich, I found a lot of interesting things: I still wonder how I could have ignored all the beautiful woods, lakes and hills in a radius of 10 kilometres from my home. Well, this discovery of a new world practially in front of my housedoor as well as a good body feeling brought a lot of joy and quality to my life. That’s why I strongly recommend to all occasional runners to search for an aim, meaning to sign up for a race and to train for it with a plan and to enjoy the process! But please don’t start with a marathon, a 5k-run might even be better than a half marathon for the start.

About my training: I actually am in training and increased my mileage during the last months, but as I am by far not training with as much ambition as I used to, my body feels alright and I usually don’t have problems with my right leg anymore (even if I never found out the source of my problems in the last year).

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finishing in 2012 …

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happy finishers in 2012

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fighting in 2015 … before the finish line

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the same three happy finishers in 2015

The first swim

Black Forest, Sports

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Da ich am Bodensee groß geworden bin (auch Seekind oder Wasserratte genannt), hat mir immer was gefehlt, wenn ich irgendwo ohne Wasser in der Nähe gewohnt habe. Das Meer ist natürlich am beeindruckendsten, aber ich bin auch schon mit einem See in der Nähe mehr als zufrieden (und zur Not wirkt auch das Geplätscher eines Springbrunnens schon beruhigend). Zum Glück wohne ich nun sehr nahe der Nagoldtalsperre, einem Stausee aus den 70er Jahren, der sich auch zu einem Naherholunsgebiet entwickelt hat. Mit Waldpanorama. Der Sommer 2015 war ja spitze  bzw. ist er es immer noch, also war ich ein paar Mal dort, sowohl zur Erfrischung als auch um nach Monaten mal wieder ein paar (eher erbärmliche) Kraulversuche zu starten. Aber man kann auch schön um das Ufer der 3 km lange Nagoldtalsperre flanieren oder auch joggen. Oder darauf segeln oder Kajak fahren. Auf jeden Fall ein schöner Ort, der die Umgebung hier noch attraktiver macht. Dass man hier toll Laufen, Radfahren oder Wandern kann, habe ich ja bereits öfter erwähnt. Ist also für jeden was dabei, angefangen vom Triatlethen im Training, zum Freizeitsportler bis zum ruhesuchenden Wanderer. Hab ich jetzt zu offensichtlich Werbung für die Region gemacht? 😉 Ich hoffe, dass das nicht der Fall ist, ist nur mein Enthusiasmus.

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Having grown up at the lake of Constance (hence a lake-kid oder water rat), I have always missed the water when I lived somewhere with no access to such a place. Being close to the sea is obviously the greatest thing, but I am already satisfied with small lakes (or just a fountain in a garden has a calming effet on me). Now, I am living very close to the Nagoldtalsperre, an artificial reservoir and local recreation area at the same time. Beautifully surrounded by – guess what – trees. As the summer in 2015 has already been great and it still is, I have been going for a few swims in there to get a refreshment and try crawling again after a month-long break (it must have looked rather miserably). But you can also jog or stroll along the 3 km long waterside. Or sail or kayak on it. A nice spot nearby that makes the area even more attractive. I have already mentioned that you can run and bike here. So, there’s something for everybody, starting from the triathlete in training, to the hobby sportspeople or just the hiker searching for peace and quiet. Did I now advertise this region in a too obvious way? 😉 I hope that this is not the case, it’s just my enthusiasm.

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early in the morning

Swim 2

and in the evening