“Decide that you want it more than you are afraid of it.” (Bill Cosby)

House, Thought

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*** please scroll down for the English version of the text ***

Ich hab’s gemacht. Ich hab ein Haus gekauft. Ein Haus im Schwarzwald. Das ehemalige Bauernhaus / die Pension in der Region Freudenstadt. Einige von euch, die im letzten Jahr mit mir gesprochen haben, mögen sich an meine Ideen, Pläne und auch ganz konkret das Haus im Schwarzwald erinnern, von dem ich erzählt habe.

Die Geschichte begann letzten September, wo ich bei einer eher ziellosen Internetrecherche auf die Anzeige für das Haus aufmerksam wurde. Ich speicherte sie in meiner Favoritenliste ab. Rief nach ein paar Tagen die Maklerin an und bekam weitere, interessante Informationen. Wieder etwas Bedenkzeit später vereinbarte ich einen Besichtigungstermin für die Immobilie. Exakt eine Woche danach gleich nochmal einen, diesmal mit Papa im Schlepptau. Nun die große Frage: was mache ich, kaufen oder nicht kaufen? Ich war verwirrt – auch die Erstellung eines Finanzplans half mir nicht weiter. Einerseits gefiel mir das Objekt, die Umgebung und ich konnte mir sehr gut vorstellen, an genau diesem Ort damit zu beginnen, meine Ideen und die von mir beabsichtigte Lebensweise in die Tat umzusetzen. Begeisterung und Tatendrang wechselten sich aber mit Unsicherheit und einem Gefühl von Überforderung ab. Denn andererseits wurde mir bewusst, wieviel Arbeit, Kraft, Zeit und Geld in das Haus gesteckt werden muss, bis überhaupt an die Wiederaufnahme des Pensionsbetriebes zu denken ist. Ich habe mich zu diesem Zeitpunkt nicht getraut, das Haus zu kaufen. So arbeitete ich zunächst bis Januar 2015 bei meiner alten Firma weiter und beschloss in meiner Verwirrung, ab Ende Februar erst einmal für 2 Monate auf den Jakobswegen durch Frankreich und Spanien zu pilgern. Losgelassen hat mich das Haus in all den Monaten aber nie, ich habe regelmäßig nachgesehen, ob die Verkaufsanzeige noch online ist. Auch bevor ich auf den Jakobsweg gegangen bin. Ich wollte aber ganz frei aufbrechen und sagte mir, wenn das Haus noch da sein sollte, wenn ich wieder da bin, überlege ich es mir nochmal –  wenn nicht, dann soll es auch so sein. Nach einer Woche auf Reisen konnte ich es nicht lassen, die Anzeige wieder im Internet zu suchen. Sie war noch da, aber mit einem „RESERVIERT!!!“ im Titel. Also schloss ich mit der Sache ab und lief befreit den Jakobsweg. Als ich wieder zurück war, suchte ich die Anzeige nochmal. Das „reserviert“ war weg, aber der Preis für die Immobilie erhöht (außerhalb meines Budgets). Ohne mir irgendwelche Hoffnungen zu machen, rief ich die Maklerin in. Sie erklärte mir, dass in der Zwischenzeit wirklich fast jemand das Haus gekauft hätte, ein Notartermin war bereits vereinbart. Aber die Sache wurde in letzter Sekunde abgeblasen, da jemand kalte Füße bekam. Und was den höheren Preis angeht, so würde für mich der zuvor vereinbarte Preis noch gelten und ich könnte das Haus haben. Ich habe mich riesig gefreut. Die Unsicherheit war weg und mir war klar, dass ich nun nicht länger zögern würde. Das Haus hat auf mich gewartet. Nun bin ich mehr oder weniger offiziell Hausbesitzerin (der Notartermin ist durch, nur der Grundbucheintrag dauert noch ein wenig länger, es sollte aber alles klappen). Ich fühle mich glücklich und entspannt dabei, weil ich nun meine Energien konkret in ein Projekt stecken kann anstatt ohne Anhaltspunkt zu überlegen, mich zu rechtfertigen und zu zweifeln. Ich bin einen großen Schritt weiter.

Um meinen Freundeskreis und auch andere Interessenten über den Fortschritt der Renovierungsarbeiten, den Aufbau des Pensionsbetriebes und meinen Lebenswandel auf dem Laufenden halten zu können, schreibe ich einen Blog! Viel Spaß beim Lesen!

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I did it. I bought a house. A house in the Black Forest. The former farm house / guesthouse in the region of Freudenstadt. Some of you might remember my ideas, plans and also the house in the Black Forest I have been talking about.

The story began last September, where I came across the advert for the house while doing some rather erratic research on the internet. I saved it as a favourite in my link list. A few days later, I spoke with the estate agent and got interesting, additional information. A few days later again, I arranged a viewing appointment. Already another week later, I had a second viewing, this time accompanied by my dad. Afterwards, the big question: shall I buy the house or not? My financial planning didn’t help me. I felt confused. First of all, I liked the house very much, and I could see myself in there, starting to realize my ideas and living the kind of life I aspire. My feelings constantly changed between enthusiasm and an “I can do that”-attitute on the one hand, and insecurity and overwhelmedness by the thought to own such a big property on the other hand: I had become aware of how much energy, time and money needs to be put into this house before I could even think of reopening a small guesthouse business. I could not decide to buy the house at this point in time. So I kept working at my former company until the end of January 2015. And in my confusion, I decided to walk the „Camino de Santiago“ through France and Spain for the two following months. But I always kept thinking of the house, I regularily checked if the advert was still online. Also before I left for my pilgrimage. But I wanted to feel free before I left, so I told myself, if the house was still for sale afterwards, I would think about it again, if not, then would be alright as well. After one week on the camino, I checked already if the advert was still online. It was, but with a big „RESERVED !!!“ in the headline. This helped me to give this idea up and to walk the camino with free spirits. Two months later, back home, I checked the advert again. To my surprise, it was still online, without the reservation note, but for a higher price (out of my budget). Without any expectations, I called the estate agent once more. She explained me that the house had indeed almost been sold inbetween (an appointment with the notary had been agreed, but in the last minute, somebody got cold feet). And with respect to the higher price, she told me that I could buy the house for the price we had previously agreed on. I felt incredible joy. The insecurity was gone, I just wanted to buy the house. It had been waiting for me. Now, I am already more or less the official owner (the notary appointment took place this week and the rest of the administrative stuff should all work out). I feel happy and relaxed to now be able to put all my energies into a concrete project instead of thinking, explaining, searching and justifying myself without any reference point. I took a big step.

In order to inform my circle of friends and whoever is interested on the progress with the renovation works, the journey to hopefully reopening the guesthouse and my way of living, I write this blog. I hope you enjoy reading it!

Fotos 1

7 thoughts on ““Decide that you want it more than you are afraid of it.” (Bill Cosby)

  1. Oh, wow! Herzlichen Glückwunsch! Ich bin sehr gespannt, wie das Haus später aussehen wird (und beneide Dich um die Möbel!)! Alles Liebe! Mimi

  2. Wie spannend! Wie aufregend!
    Ich wünsche dir viel Mut, Zuversicht und Freude für diesen Weg und bald ein umgemodeltes Haus, das deinen Vorstellungen ganz und gar entspricht!! 😉 Die Umgebung sieht toll aus. Nur die Fassade braucht wohl eine deutliche Aufhübschung… Das old-school-Badezimmer wiederum finde ich ganz toll!

    1. Dankeschön, liebe Micha!
      Nicht nur die Außenfassade brauht ne Aufhübschuung, auch einiges mehr. Aber eins nach dem anderen wird wohl mei Lebensmotto ab jetzt. Neben der ganzen Arbeit bietet das Haus auch ein paar nette Überraschungen und schöne alte Sachen, wie zum Beispiel das Bad.

  3. Thanks for the blog! We’ve just bought somewhere similar just noth of Lörrach and are about to start our own journey!

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